Kanadier und US-Amerikaner bibbern einer eisigen Neujahrsnacht entgegen | Aktuell Amerika | DW | 30.12.2017
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Kanada und USA

Kanadier und US-Amerikaner bibbern einer eisigen Neujahrsnacht entgegen

Wer in der Silvesternacht das obligatorische Feuerwerk erleben will, muss vor die Türe gehen. Aber in Kanada und den USA dürfte dies zur Tortur werden. Bei bis zu minus 50 Grad wirkt das neue Jahr gar nicht mehr so froh.

Quebec City (Foto: Getty Images/AFP/A. Chiche)

Quebec City

Angesichts der eisigen Kälte haben die Behörden in Kanada zahlreiche Freiluftveranstaltungen abgesagt. In der Hauptstadt Ottawa wurden mehrere Neujahr-Shows gestrichen. Das Kulturministerium begründete die Absagen mit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken. Während Konzerte abgesagt wurden, soll das Feuerwerk aber wie geplant stattfinden. Ein Eishockey-Turnier wurde in die Halle verlegt. Der kanadische Wetterdienst sagte für Ottawa am Silvesterabend minus 24 Grad Celsius voraus.

Toronto (Foto: Imago/Xinhua/Z. Zheng)

Toronto

Kanada feiert am Sonntag mit Silvester auch das Ende des Festjahres anlässlich von 150 Jahren Unabhängigkeit. In den Städten Regina und Winnipeg im Zentrum des Landes fielen die Temperaturen auf minus 50 Grad Celsius. Die arktische Kälte soll nach Angaben von Meteorologen noch Tage anhalten.

"Schauen Sie nach Ihren Nachbarn"

Auch auf Millionen US-Bürger kommt die kälteste Silvesternacht seit Jahrzehnten zu. Nach Angaben des Wetterdienstes wird eine neue Front am Wochenende die seit Tagen anhaltenden arktischen Temperaturen in großen Teilen der USA weiter herunterdrücken. Das erwartete Millionenpublikum am Times Square muss sich auf bis zu minus zwölf Grad Celsius am Silvesterabend gefasst machen. Dem Sender CNN zufolge wäre es der drittkälteste Jahreswechsel seit der ersten Feier dort im Jahr 1907. Die Temperaturen seien "gefährlich niedrig", twitterte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Er rief Anwohner auf, Heizungsprobleme zu melden. "Schauen Sie nach Ihren Nachbarn und vergessen Sie Ihre Haustiere nicht", fügte er hinzu.

An den Niagarafällen (Foto: picture-alliance/empics/The Canadian Press/A. Lynett)

An den Niagarafällen

Die Kältewelle brach Medienberichten zufolge in den vergangenen Tagen in den USA gleich mehrere Minusrekorde: In der Gemeinde Cotton im nördlichen Bundesstaat Minnesota wurden minus 40 Grad Celsius vermeldet. In Watertown im Norden des Bundesstaats New York waren es am Donnerstag minus 36 Grad. Nach Angaben der "Washington Post" werden am Neujahrstag die östlichen zwei Drittel der USA von ungewöhnlicher Kälte betroffen sein - ein enormes Gebiet, in denen die Temperaturen mancherorts bis zu 22 Grad niedriger liegen könnten als üblich. Verschärft wird die Kälte häufig noch durch eisigen Wind, der etwa in Minneapolis im oberen mittleren Westen die gefühlten Temperaturen auf minus 34 Grad drücken könnte.

sti/djo (afp, dpa)