Kalifornien kämpft weiter gegen Waldbrände | Aktuell Welt | DW | 06.08.2018
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USA

Kalifornien kämpft weiter gegen Waldbrände

Die Feuerwehr konnte bisher nur ein Drittel des größten Brandes eindämmen. Ein weiterer Mensch fiel den Feuern zum Opfer. Ein Ende ist nicht in Sicht - in der Region es soll weiter heiß bleiben.

USA Wald- und Buschbrände Feuer wüten im Norden Kaliforniens, Mendocino (Getty Images/AFP/N. Berger)

Hausbesitzer in Mendocino versuchen, ihre Häuser zu retten

Die Waldbrände halten die Feuerwehr und die Menschen vor Ort seit Juli in Atem. Im Bezirk Mendocino wütet das sogenannte Mendocino Complex Fire - nach Angaben der Behörden das fünftgrößte Feuer in der Geschichte Kaliforniens. Dort haben zwei Brände mittlerweile mehr als 108.000 Hektar Fläche zerstört. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz. Mehr als 12.000 Häuser sind bedroht, Anwohner mussten die Region verlassen. Die Feuer seien erst zu einem Drittel eingedämmt, teilte die Feuerwehr am Wochenende mit.

USA Wald- und Buschbrände Feuer wüten im Norden Kaliforniens, Mendocino (Getty Images/AFP/N. Berger)

Anwohner im Mendocino County versuchen auf eigene Faust, ihre Häuser zu retten

Das zweitgrößte Feuer wütet in der Region nördlich der Stadt Redding. In einem abgelegenen Gebiet nahe des Bezirks Shasta kam dabei nun ein weiterer Mensch ums Leben. Es handelt sich dabei um einen Mitarbeiter des Energieunternehmens PG&E. Damit starben in dem sogenannten Carr-Feuer bereits sieben Menschen. Das Feuer hat zudem bisher 62.500 Hektar Land und mehr als 1600 Gebäude zerstört. Nach Angaben der Behörden waren in der Geschichte Kaliforniens nur fünf Waldbrände zerstörerischer als dieses Feuer. Bisher konnten nur 40 Prozent des Brandes eingedämmt werden. 

USA Wald- und Buschbrände Feuer wüten im Norden Kaliforniens, Mendocino (Getty Images/AFP/N. Berger)

Tausende Feuerwehrleute sind rund um die Uhr im Einsatz.

Ebenfalls betroffen ist die Region um den Nationalpark Yosemite. Die Touristenattraktion bleibt bist auf Weiteres gesperrt, teilten die Behörden mit. Das Mitte Juli westlich des Parks ausgebrochen Feuer hat mittlerweile mehr als 36.000 Hektar Wald zerstört. Knapp 3000 Feuerwehrleute sind im Einsatz, zwei Helfer kamen ums Leben. 

USA Waldbrände in Kalifornien (picture-alliance/ZUMA Wire/M. Bicek)

Bedrohte Touristenattraktion: Ein Feuer hatte sich unkontrolliert nahe dem berühmten Yosemite-Park ausgebreitet

Bereits am Sonntag hatte der kalifornische Gouverneur Washington um Hilfe gebeten. Nach einem Besuch in ausgebrannten Gebieten verlangte Jerry Brown, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump Gelder und Hilfsgüter für das Katastrophengebiet bewilligen sollte. Trump erklärte die Lage zu einer "großen Katastrophe" sagte zu, Bundesmittel zur Verfügung zu stellen.

Der US-Präsident macht "schlechte" Umweltgesetze für die Brände verantwortlich. Er twitterte, es stünden riesige Wassermengen bereit, um die Feuer zu löschen - die dürften aufgrund der Gesetzeslage aber nicht genutzt werden. Zudem müsse mehr Wald abgeholzt werden, um die Ausbreitung von Bränden zu stoppen.

Metereologen zufolge soll es auch in den nächsten Tagen in Kalifornien weiter heiß, trocken und windig bleiben.

cvo/sti (dpa, afp)