Journalisten-Verbandschef in Vietnam festgenommen | Aktuell Asien | DW | 23.05.2020
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Pressefreiheit

Journalisten-Verbandschef in Vietnam festgenommen

Im kommunistischen Vietnam ist der amtierende Vorsitzende einer unabhängigen Journalistenvereinigung in Gewahrsam genommen worden. Nguyen Tuong Thuy wird staatsfeindliche Propaganda vorgeworfen.

Vitenam Polizist (Getty Images/AFP/Y.A. Thu)

Vietnamesischer Polizist (Archivbild)

Der Journalist Nguyen Tuong Thuy ist nach Angaben von Angehörigen und der Menschenrechtsorganisation "Defend the Defenders" in seinem Haus von der vietnamesischen Polizei überrascht worden.

Sicherheitskräfte hätten sein Haus umstellt, allen Angehörigen die Mobiltelefone weggenommen und das Gebäude durchsucht. Dann hätten die Beamten Thuys Computer und andere persönliche Gegenstände beschlagnahmt. Anschließend sei er abgeführt worden.

Korruption und andere Missstände angeprangert

Thuy hat sich als Blogger, der soziale Ungerechtigkeit und Korruption in dem südostasiatischen Landes anprangert, einen Namen gemacht. Angehörige des 68-Jährigen befürchten nun, dass Thuy monatelang in Isolation gehalten werden könnte.

Bereits im vergangenen November war der Vorsitzende der Journalistenvereinigung IJAVN, Pham Chi Dung, festgenommen worden. Menschenrechtler kritisieren, dass die Regierung in Hanoi den Druck auf Dissidenten vor dem für Januar 2021 geplanten 13. Parteitag der Kommunisten verschärft hätte. Nach der Festnahme Dungs seien die Schikanen gegen führende Mitglieder der Journalistenorganisation verstärkt worden.

hf/se (dpa, ap) 

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