Journalismus im internationalen Recht – geschützt oder schutzlos? | Medienrecht | DW | 18.07.2019
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Medienrecht

Journalismus im internationalen Recht – geschützt oder schutzlos?

Am 11. Dezember 2019 setzte die Deutsche Welle mit dem Institut für Medienrecht und Kommunikationsrecht der Universität zu Köln ihre Veranstaltungsreihe fort.

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ZOOM – Internationales Medienrecht geht in die nächste Runde.

Am 11. Dezember 2019 fand die Medienrechtstagung zum Thema Journalismus im internationalen Recht – geschützt oder schutzlos? in der European School of Management and Technology GmbH (ESMT) in Berlin statt.

Journalisten sehen sich weltweit Repressalien ausgesetzt, müssen sich gegen Verbote behaupten und notwendige Freiheiten für ihre Arbeit erstreiten. Die Tagung griff diese Problematik auf und betrachtete sie aus medienrechtlichen Blickwinkeln. 

Die Keynote wurde von Nicolas Richter gehalten, Investigativ-Journalist und Leiter des Ressorts Investigative Recherche der Süddeutschen Zeitung. Prof. Dr. Stephanie Schiedermair, Inhaberin des Lehrstuhls für Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht an der Universität Leipzig, hielt einen juristischen Grundsatzvortrag zum Schutz journalistischer Arbeit im internationalen Recht. 

Über "(In-) Effectiveness of International Law to protect Journalism" diskutierten die Panel-Teilnehmer Prof. Dr. Karl-E. Hain, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Medienrecht an der Universität zu Köln, William Horsley, Direktor des Centre for Freedom of the Media (CFOM) der Universität Sheffield, Veysel Ok, Menschenrechtsanwalt, Petra Kammerevert, MdEP und Sejal Parmar, Assistenz-Professorin am Department of Legal Studies der Central European University. 

Anlässlich der Medienrechtstagung haben sich junge Rechtswissenschaftler mit einzelnen Fragestellungen dieses breiten wie komplexen Themenfeldes beschäftigt und Blogbeiträge auf dem Blog Junger Wissenschaftler im Öffentlichen Recht veröffentlicht. Tobias Brings-Wiesen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienrecht und Kommunikationsrecht der Universität zu Köln, eröffnet mit einem Editorial mit dem Titel Creating an environment protective of journalism. Sara K. Torsner, Researcherin am Department of Journalism Studies der University of Sheffield, schreibt über A civil-legal understanding of attacks on journalism. Christina Ettendorf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäisches Medienrecht Saarbrücken, erinnert in ihrem Beitrag zu Back to the Roots of ECHR: The Indispensable Standard of Journalistic Freedom in Europe an den besonderen Schutz journalistischer Tätigkeiten unter dem Rechtsrahmens der EMRK. Alicia Damberg-Jänsch, Juristische Referentin im Justitiariat der Deutschen Welle, wendet sich dem Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Polen zu. Die staatliche Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien als Mittel der Einflussnahme in Ungarn ist das Thema von Gábor Polyák, Associate Professor am Institute for Communication and Media Studies der University of Pécs. Schließlich setzt sich Tobias Brings-Wiesen mitImpulse aus Straßburg zur grundrechtlichen Bewertung feindseligen Verhaltens Privater gegenüber Journalist*innen auseinander.

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