Jobs und Bildung für ländliches Afrika | Aktuell Deutschland | DW | 27.04.2017
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Entwicklungszusammenarbeit

Jobs und Bildung für ländliches Afrika

"Die Zukunft der Menschheit entscheidet sich auf dem Land", sagt Entwicklungsminister Gerd Müller. Nur hier ließen sich Hunger und Armut nachhaltig bekämpfen. Die "Charta von Berlin" soll zeigen, wie.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Charta, die ein Leitbild für die ländliche Entwicklung formuliert, bei der G20-Konferenz "Eine Welt ohne Hunger" entgegengenommen. Fachleute aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit haben mitgearbeitet an dem Dokument, das Entscheidungsträger weltweit zur Mithilfe auffordert und klare Ziele setzt: Bis 2025 sollen 600 Millionen Menschen aus Armut und Unterernährung befreit werden. Zudem soll die Jugendarbeitslosigkeit im ländlichen Raum bis dahin halbiert werden.

Kanzleramtspräsident Peter Altmaier (CDU) sagte, Deutschland wolle im Rahmen seiner diesjährigen G20-Präsidentschaft Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in ländlichen Räumen vor allem in Afrika schaffen. Müller fügte hinzu, dass moderne Technologien dabei helfen könnten, die Landwirtschaften in Entwicklungsländer effizienter zu gestalten.

Fluchtursachenbekämpfung

Laut einer Studie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) könnten in den nächsten fünf Jahren rund 70 Millionen junge Afrikaner vom Land in die Städte ziehen. Die Folgen seien laut Müller weiteres Elend und zunehmende Fluchtbewegungen nach Europa. Dies gelte es zu verhindern.

Kritik an Müllers Vorhaben kam von der Hilfsorganisation Oxfam. "Damit sollen Investitionen von Unternehmen gefördert werden, denen vom BMZ, Geldgebern und Entwicklungsbanken leider eine herausragende Rolle zugeschrieben wird", hieß es in einer Erklärung.

Die Staatengemeinschaft G20 vereint die 20 stärksten Industrieländer und hat sich zur Aufgabe gemacht, die Globalisierung zum Nutzen aller zu gestalten. Deutschland hat in diesem Jahr die Präsidentschaft. Anlässlich dieser soll im Juli ein Gipfeltreffen aller Staatschefs in Hamburg stattfinden.

mrk/jj (dpa, epd, afp)

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