IWF: Doch mehr Risiken durch Chinas Flaute | Aktuell Asien | DW | 03.09.2015
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Aktuell Asien

IWF: Doch mehr Risiken durch Chinas Flaute

Vor dem G20-Treffen in Ankara: Der Internationale Währungsfonds sieht Gefahren vor allem für die Schwellenländer. Den Chinesen raten die Fonds-Experten, trotz der Turbulenzen an der Liberalisierung festzuhalten.

Das lahmende Wirtschaftswachstum in China hat nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärkere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft als bislang angenommen. Dies berge insbesondere für aufstrebende Schwellenländer Risiken, die aber auch mit den zunehmenden Schwankungen an den Finanz- und Rohstoffmärkten zusammenhingen, heißt es in einem Bericht für die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20). Deren Finanzminister und Notenbankchefs treffen sich ab Freitag in Ankara.

Die in dem IWF-Papier aufgelisteten Risiken reichen von einem stärkeren Dollar und dem Währungsverfall in mehreren Schwellenländern über fallende Rohstoffpreise bis hin zum schwächeren Kapitalzufluss. Sie wiesen auf eine Abwärtsbewegung hin, schreiben die IWF-Experten. "Ein gleichzeitiges Eintreffen mehrerer dieser Risiken würde die Aussichten erheblich verschlechtern." Die Regierungen werden aufgefordert, weiter die Nachfrage durch Reformen und Investitionen ankurbeln.

China solle trotz der Marktturbulenzen an der Liberalisierung seiner Wirtschaft festhalten, empfahl der IWF. "Durch die jüngsten scharfen Korrekturen am Aktienmarkt sollte die Regierung sich nicht entmutigen lassen, mit den Reformen fortzufahren, um dem Marktmechanismus eine entscheidendere Rolle in der Wirtschaft zu geben, Verzerrungen zu beseitigen und die Institutionen zu stärken."

Trotz des Befundes beließ der IWF seine Prognose für das diesjährige Wachstum der Weltwirtschaft bei 3,3 Prozent. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte allerdings diese Woche bei einem Besuch in Indonesien gesagt, dass das Wachstum der Weltwirtschaft "wahrscheinlich schwächer" ausfallen werde als vorhergesagt.

SC/pab (rtr, afp, APE)