Italiens Populisten greifen nach der Macht | DokFilm | DW | 27.05.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

DokFilm

Italiens Populisten greifen nach der Macht

Bei den Parlamentswahlen in Italien hat die Fünf-Sterne-Bewegung einen historischen Sieg gefeiert. Spitzenkandidat Luigi di Maio galt bei den zähen Koalitionsverhandlungen als künftiger Ministerpräsident. Doch wofür steht die Bewegung?

Video ansehen 26:01
Jetzt live
26:01 Min.

Die Fünf-Sterne-Bewegung definiert sich als basisdemokratisch und post-ideologisch. Programmatisch spricht sie rechte und linke Wähler an: mit Umweltthemen, Kritik an der italienischen Flüchtlingspolitik und dem Versprechen, finanzielle Verbesserungen für die sozial Schwachen zu schaffen. Ein Kamerateam hat die populistische "Anti-System-Partei" im Wahlkampf begleitet. Ihre Stammwähler sitzen im Süden Italiens, dort, wo die Arbeitslosigkeit hoch und die Durchschnittseinkommen niedrig sind. Salvatore Micillo, der in seinem Wahlkreis nördlich von Neapel 58 Prozent der abgegebenen Stimmen geholt hat, sagt: "Populismus bedeutet, sich an das Volk zu wenden, und das ist nichts Schlechtes. Es geht eher darum, dem Volk Antworten zu liefern. Das Versprechen eines Grundeinkommens in Höhe von 780 Euro ist als Angebot der Politik gedacht, für die Bürger zu sorgen. Aber nicht, um dann zu Hause zu bleiben. Es bedeutet, dass der Staat dich unter seine Fittiche nimmt, dich beschützt, dir Arbeit gibt und versucht, dich auszubilden." Die Kandidaten geben sich volksnah. Sie fahren Mittelklassewagen und propagieren Bescheidenheit statt Protz. "Das höchste Ziel der Politik liegt nicht darin, außergewöhnliche Dinge zu bewirken, sondern zu verhindern, dass Scheiße gebaut wird", verkündet Parteigründer Beppe Grillo. Aber ist das "MoVimento 5 Stelle" wirklich reif für Regierungsverantwortung?