Israel gegen Lockerung der Sanktionen | Aktuell Nahost | DW | 17.10.2013
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Aktuell Nahost

Israel gegen Lockerung der Sanktionen

Angesichts der Annäherung zwischen dem Iran und dem Westen warnt Israel davor, der Regierung in Teheran leichtfertig zu glauben. Die Sanktionen müssten beibehalten werden, wenn das Land sein Atomprogramm nicht offenlegt.

Ranghohe israelische Regierungsvertreter warnen davor, die internationalen Sanktionen gegen Iran vorschnell zu lockern. Der Iran müsse "an seinen Taten gemessen werden", erklärten die Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollten. Es reiche nicht, wenn der Iran im Atomstreit Vorschläge mache. Die Wirtschaftssanktionen müssten bleiben, bis der Iran sein Atomprogramm tatsächlich offengelegt habe.

Mit der Warnung reagierte die israelische Regierung auf die jüngsten Gespräche zwischen dem Iran und der sogenannten 5+1-Gruppe aus Frankreich, Großbritannien, den USA, Russland, China sowie Deutschland in Genf. Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich Atomwaffen zu bauen, und hat deswegen Sanktionen verhängt. Teheran bestreitet das und will ihre Aufhebung erreichen.

Interview mit Radio Israel

Nach den Gesprächen hatten sich alle Seiten vorsichtig optimistisch gezeigt. "Die Genfer Gespräche stärken unsere Hoffnung, dass eine diplomatische Lösung möglich ist, die unsere Sorgen über die Natur des iranischen Atomprogramms vollständig ausräumt", sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle. Die Gespräche sollen Anfang November fortgeführt werden.

Die iranische Regierung hatte kürzlich eine Charmeoffensive gestartet. Unter anderem telefonierte der neue iranische Präsident Hassan Rohani direkt mit US-Präsident Barack Obama. Dieser Kurs wurde auch in Genf fortgesetzt: Am Rande der Gespräche sagte Vizeaußenminister Abbas Araghchi einem Reporter des israelischen Rundfunks, Israel werde mit einer Einigung im Atomstreit leben können. Außerdem würden dadurch neue Perspektiven in den Beziehungen mit allen Ländern eröffnet. Iranische Offizielle vermeiden normalerweise Kontakte zu israelischen Medien.

det/mak (afp, dpa, rtr)

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