Israel baut Sperranlagen im Meer aus | Aktuell Nahost | DW | 27.05.2018
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Gazastreifen

Israel baut Sperranlagen im Meer aus

Israel verstärkt derzeit seine Grenzen. Jetzt wird auch die Seebarriere zwischen Israel und dem Gazastreifen ausgebaut. Die Arbeiten sollen bis zum Ende des Jahres dauern.

Israel Grenze Gazastreifen Barriere Pufferzone (Reuters/A. Cohen)

Die israelische Grenze zum Gazastreifen umfasst auch das Meer

Das israelische Verteidigungsministerium erklärte, die "neue und unüberwindbare" Barriere auf der Höhe des Sikim-Strandes wenige Kilometer nördlich des Gazastreifens sei eine Art Wellenbrecher mit Stacheldrahtaufsatz. Die Anlage solle undurchdringbar sein und aus drei Stufen bestehen. Ein Teil liege unter der Wasseroberfläche. Das Hindernis soll Ende des Jahres fertiggestellt sein. Die Anlage solle verhindern, dass militante Palästinenser aus dem Gazastreifen auf dem Seeweg nach Israel eindringen. Die im Gazastreifen herrschende Hamas verliere damit eine weitere Möglichkeit, ihre Kämpfer nach Israel zu schicken, sagte der israelische Verteidigungsminister Lieberman.

Israel hat schlechte Erfahrungen mit dem Seeweg vom Gazastreifen gemacht: Während des Gaza-Kriegs 2014 sei es militanten Palästinensern gelungen, so nach Israel zu gelangen, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Israel modernisiert derzeit seine Grenzschutzanlagen. So wird der Grenzzaun zum Gazastreifen mit einer massiven unterirdischen Befestigung verstärkt, um den Tunnelbau zu erschweren.

Israel Grenze Gazastreifen Wassergrenzzaun (Reuters/A. Cohen)

Der Grenzschutzzaun im Meer zwischen Israel und dem Gazastreifen wird jetzt auch unter Wasser verstärkt


Israel und Ägypten halten den Gazastreifen seit mehr als einem Jahrzehnt aus Sicherheitsgründen unter Blockade. Die Lebensbedingungen in dem schmalen Küstenstreifen mit rund zwei Millionen Einwohnern sind äußerst schlecht. Israel hat auch eine Seeblockade verhängt.

nob/rb (dpa/afd)