Iran präsentiert neues Flugabwehrsystem | Aktuell Nahost | DW | 10.08.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

USA-Iran-Konflikt

Iran präsentiert neues Flugabwehrsystem

Die internationalen Spannungen am Golf nehmen zu. Und die Islamische Republik demonstriert Kampfbereitschaft. Dazu gehört auch die Vorführung moderner Militärtechnik - in diesem Fall, weil die alte außer Betrieb war.

Iran präsentiert neues Flugabwehrsystem (AFP/Iranian Army office/HO)

Dieses Bild des iranischen Militärs soll das neue Raketenabwehrsystem "Falagh" zeigen

Der Iran hat ein neues Flugabwehrsystem präsentiert. Dessen Radar sei in der Lage, "alle Arten von Marschflugkörpern, Tarnkappenflugzeugen, Drohnen und auch ballistischen Raketen in einer Reichweite von 400 Kilometern" zu finden, zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur ISNA einen Offizier der Streitkräfte. Das neue System "Falagh" sei eine im Iran überarbeitete Version des Überwachungsradars "Gamma" - offenbar ein Verweis auf ein russisches System dieses Namens.

Weiter hieß es, das "Gamma"-System sei wegen ausländischer Sanktionen nicht mehr einsatzbereit gewesen. Es fehlten Ersatzteile, und ausländische Ingenieure hätten keine Reparaturen vornehmen können. Der Iran hatte im März 2016 das russische Flugabwehrraketensystem S-300 installiert.

Militärische Muskelspiele

Die Enthüllung des neuen Waffensystems fällt in eine Zeit wachsender Spannungen mit den USA. Washington hatte im Mai 2018 einseitig das internationale Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015 aufgekündigt und Teheran mit neuen Sanktionen belegt.

Ende Juni hatten die Revolutionsgarden eine US-Aufklärungsdrohne über der Straße von Hormus abgeschossen. Der Vorfall führte beide Länder an den Rand einer militärischen Konfrontation. Zudem hat der Iran mehrfach Tanker in der Region beschlagnahmt und damit gedroht, die Straße von Hormus ganz zu schließen. Durch die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, wird rund ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Öls verschifft.

jj/lh (afp, rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema