Internationales Frauenfilmfestival in Köln und Dortmund beginnt | Filme | DW | 24.04.2018
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Filme

Internationales Frauenfilmfestival in Köln und Dortmund beginnt

Weibliche Filmschaffende stehen im Fokus des 35. IFFF. Neben den rund 100 Filmvorführungen aus dem In- und Ausland will man in Köln und Dortmund auch über Gendergerechtigkeit diskutieren.

Mit einem Programm aus Filmvorführungen, verschiedenen Wettbewerben und Diskussionen startet das Internationale Frauenfilmfestival am Dienstag in seine 35. Runde. Gezeigt werden bis zum 29. April in Köln und Dortmund etwa 100 Filme, die allesamt unter der Regie von Frauen entstanden sind. 

"Fokus - Über Deutschland"

Der Hauptaustragungsort des Internationalen Frauenfilmfestivals wechselt traditionell zwischen Köln und Dortmund. In Köln richten die Veranstalter in der Sektion "Fokus" den Blick auf Deutschland. Beleuchtet werden im Rahmen der Sektion das Filmschaffen der Frauen hierzulande, aber auch Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Empowerment. Der Fokus soll dabei "ein offenes künstlerisches und politisches Plädoyer für Vielfalt jenseits von Nationaldebatten" darstellen, wie die Veranstalter in einer Mitteilung schrieben

Filmstill Aggregat (Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln)

Szene aus Marie Wilkes "Aggregat", der in der Sektion "Fokus - Über Deutschland" läuft

Sektion für LGBTIQ*

Mit der Sektion "begehrt! filmlust queer" haben die Festivalmacher zudem einen Schwerpunkt mit Filmen, in denen lesbische, transgender und genderqueere Menschen im Mittelpunkt stehen, geschaffen. Hier läuft unter anderem der Dokumentarfilm "Sookee - Von Seepferdchen und Schränken" von Kerstin Polte, ein intimes Porträt über die deutsche queer-feministische Hip-Hopperin Sookee.

Rapperin Sookee in dem Film Sookee - Von Seepferdchen und Schränken von Kerstin Polte. (Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln)

Seit 2003 rappt die Berlinerin Sookee über linke Politik und feministische Themen

Der Wettbewerb

In insgesamt drei Kategorien vergibt das IFFF auch in diesem Jahr wieder Preise: für den besten Debütfilm, die beste Bildgestaltung sowie einen Publikumspreis. In dem mit 10.000 Euro dotierten internationalen Wettbewerb der Debüt-Spielfilme konkurrieren acht Filme miteinander. Sie erzählen von familiärem Zusammenhalt, Fluchterfahrungen oder den Herausforderungen eines selbstbestimmten glücklichen Lebens.

Die Preise für Nachwuchs-Bildgestalterinnen (jeweils 2500 Euro) erhalten die Venezolanerin Paola Calvo in der Sparte Dokumentarfilm für "Violently Happy", bei dem sie auch Regie führte, und mit dem sie einen gefühlvollen Einblick in die Welt des BDSM und alternativer Sexualpraktiken bietet. 

Marie Zahir erhält den Preis in der Sparte Spielfilm für "Wie ich mich verlor" von Sarah Weber, in dem eine Person eine neue Art der Kommunikation finden möchte. 

Fortführung der #MeToo-Debatte

Konzerte, Lesungen und Diskussionspanels runden das Programm des IFFF ab. Nach dem Weinstein-Skandal und der hieraus entstandenen #MeToo-Bewegung sowie dem Fall Wedel in Deutschland kommt das Frauenfilmfestival geradezu nicht darum herum, über Gendergerechtigkeit in der Filmbranche zu debattieren. Bei der Podiumsdiskussion "Some Like It Equal" etwa werden sich unter anderem Barbara Teufel von Pro Quote Film und Miriam Edinger von der Internationalen Filmschule Köln miteinander austauschen.  

Die Festivalveranstalter haben ihre Position zu dem Thema unlängst klar gemacht: "Veränderung geht nicht von heute auf morgen. Es ist ein langwieriger Prozess, der nur nachhaltig sein kann, wenn ALLE, auch die Verantwortlichen in der Film- und Medienbranche, dafür bereit sind und der Wunsch nach Veränderung nicht nur ein Lippenbekenntnis ist", schrieb das Festivalteam unter der Leitung von Silke J. Räbiger.  

bb/so (epd, www.frauenfilmfestival.de)

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