Internationaler Tag der Muttersprache | Deutschlehrer-Info | DW | 21.02.2014
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Deutschlehrer-Info

Internationaler Tag der Muttersprache

Jedes Jahr am 21. Februar ist Internationaler Tag der Muttersprache. Ins Leben gerufen wurde er 1999 von den Vereinten Nationen. Der Gedenktag geht zurück auf einen Konflikt im Jahre 1952 im heutigen Bangladesch.

Seit 2000 wird er Jahr für Jahr begangen: Vorgeschlagen von der UNESCO riefen die Vereinten Nationen den 21. Februar als Internationalen Tag der Muttersprache aus. Dieser Tag soll an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache erinnern. „Er soll die Sprachenvielfalt und den Gebrauch der Muttersprache fördern und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken“, so die UNESCO. Denn alle zwei Wochen gehe eine Sprache verloren. Insgesamt sei fast die Hälfte der 6000 Sprachen, die weltweit gesprochen werden, vom Verschwinden bedroht.

Aber warum gerade der 21. Februar? Im Jahre 1952 beschloss die damalige pakistanische Regierung, Urdu als alleinige Amtssprache einzuführen. Urdu wurde allerdings von lediglich drei Prozent der Bevölkerung gesprochen, weswegen es ab dem 21.02.1952 gegen den Beschluss zu Demonstrationen kam – vor allem im Osten des Landes. 98 Prozent der Bevölkerung im damaligen Ost-Pakistan hatten Bengali als Muttersprache. Im Verlauf der Proteste kamen mehrere Demonstranten ums Leben. Viele Jahre später, 1971, erklärte das damalige Ost-Pakistan nach neunmonatigem Bürgerkrieg seine Unabhängigkeit. Landessprache im neuen Staat Bangladesch ist seitdem Bengali. Auf Antrag von Bangladesch erklärten die Vereinten Nationen im November 1999 den 21. Februar zum Welttag der Muttersprache.

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