Infantino stellt ″Fifa 2.0″ vor | Sport-News | DW | 13.10.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

FIFA

Infantino stellt "Fifa 2.0" vor

FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigt neue Strukturreformen im Fußball-Weltverband an. Rund vier Milliarden will er in die "Entwicklung des Fußballs" stecken. Gefördert werden soll zum Beispiel der Frauenfußball.

 

In der noch immer jungen Amtszeit von FIFA-Chef Gianni Infantino lief nicht alles glatt. Nun will sich der Schweizer als Pragmatiker profilieren. Zur Sitzung des Councils legt er ein Papier vor, das für die nächsten zehn Jahre strukturelle Veränderungen im Weltverband verspricht. "FIFA 2.0" nennt er das Konzept, mit dem in den nächsten Jahren vieles besser werden soll. An erster Stelle steht das große Geld, das Infantino im Wahlkampf Anfang 2016 versprochen hatte.

Rund vier Milliarden Dollar (umgerechnet 3,625 Milliarden Euro) will die FIFA in den kommenden zehn Jahren in die "Entwicklung des Fußballs" in den 211 Mitgliedsländern stecken. 100 Millionen Dollar pro Jahr werden davon in die Verbesserung der Administration fließen, 315 Millionen Dollar in den Frauenfußball investiert. Die FIFA will die Anzahl der Fußballerinnen bis 2026 auf 60 Millionen verdoppeln.

Die neue FIFA-"Vision"

"Den Fußball fördern, seine Integrität schützen und jedem zugänglich machen", ist die "Vision" der neuen FIFA. Neben den Auszahlungen beinhaltet das Konzept eine Vielzahl von Maßnahmen unter anderem zur Organisation der Weltmeisterschaften, dem Ticketing, sowie der internen Organisationsstruktur. Jeder dieser Bereiche hatte in der Vergangenheit verschiedenste Skandale hervorgebracht.

"Keine Organisation im Weltsport ist besser positioniert, um herausragende Wettbewerbe zu organisieren, die Fans zu erreichen und die Mittel mit maximaler Wirkung einzusetzen", sagte Infantino: "Die FIFA ist auf dem richtigen Weg, eine Organisation aufzubauen, die anderen als Vorbild dienen kann."

XXL-WM steht bevor

Mit Spannung erwartet wurde die Entscheidung, ob es bald eine "Mammut-WM" geben wird. Infantino ließ sich zwar nicht gänzlich aus der Reserve locken. Doch der Schweizer ließ kaum noch einen Zweifel: Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) kritisierte Aufblähung der Weltmeisterschaft kommt! "In der Analyse geht es vorrangig um den Modus mit 40 oder mit 48 Teams", sagte der 46-Jährige. "Das alte Format mit 32 Mannschaften? Kennt ja jeder." Die finale Entscheidung über den neuen WM-Modus werde aber erst im Januar fallen.

 

Die Redaktion empfiehlt