Indonesiens Vulkan Anak Krakatau um zwei Drittel geschrumpft | Aktuell Asien | DW | 29.12.2018
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Pazifischer Feuerring

Indonesiens Vulkan Anak Krakatau um zwei Drittel geschrumpft

Bei seinem Ausbruch vor einer Woche hat der Anak Krakatau mehr als zwei Drittel seiner Höhe eingebüßt. Laut Behörden ist der Vulkan-Kegel nun fast 230 Meter niedriger. Und auf dem Pazifischen Feuerring brodelt es weiter.

Indonesien Vulkan Anak Krakatau (picture-alliance/dpa/F. Chaniago)

Deutlich kleiner als vor dem Ausbruch: Der Anak Krakatau zwischen Java und Sumatra

Indonesiens Vulkanologen haben nachgemessen: Vor seiner Eruption, die in Indonesien einen tödlichen Tsunami auslöste, maß der Anak Krakatau 338 Meter, nun sei er nur noch 110 Meter hoch, teilte die Vulkanbehörde des Landes mit. Die Spitze des Vulkans sei von Beobachtungsposten aus nicht mehr zu sehen.

Noch mehr als 20 Vermisste nach dem Ausbruch

Die Vulkanbehörde schätzt, dass der Anak Krakatau zwischen 150 und 180 Millionen Kubikmeter an Masse verlor, als große Mengen an Gestein, Lava und Geröll nach einer Reihe von Eruptionen ins Meer stürzten. Bilder der japanischen Raumfahrtbehörde zeigten, dass ein zwei Quadratkilometer großes Stück der Vulkaninsel in der Sundastraße zwischen denindonesischen Inseln Sumatra und Java abbrach und ins Meer stürzte.

Indonesien Vulkan Anak Krakatau (Reuters/M. Adimaja)

Millionen Kubikmeter Geröll schleuderte der Anak Krakatau ins Meer

Nach dem Ausbruch des Vulkans am Samstag vergangener Woche hatte ein verheerender Tsunami die Küstenregionen und Touristenstrände an der Meerenge von Sunda überrollt. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land. Nach Behördenangaben kamen mindestens 426 Menschen ums Leben, mehr als 7000 weitere wurden verletzt. 23 Menschen gelten noch als vermisst. Fast 1300 Häuser wurden zerstört.

Indonesien Tsunami zerstörte Fischerboote (Getty Images/AFP/S. Tumbelaka)

Aufräumen nach der Flutwelle: Fischer vor ihren zerstörten Booten in der Provinz Banten auf Java

Neues, heftiges Erdbeben vor den Philippinen

Und das Grollen am Pazifischen Feuerring geht weiter: Ein Erdbeben der Stärke 7,2 erschütterte den Süden der Philippinen. Eine vorübergehende Tsunami-Warnung wurde nach wenigen Stunden wieder aufgehoben. Laut dem Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen (Phivolcs) wurden lediglich Wellen in einer Höhe von bis zu 80 Zentimetern über den Gezeiten gemeldet. 

Weit unter dem Meeresspiegel habe es aber einige Unruhe gegeben. Das Epizentrum des Bebens lag demnach 162 Kilometer südöstlich vor der Küste der Stadt Governor Generoso auf der Insel Mindanao.

Philippinen Mindanao (picture-alliance/PacificPress/J.-C. Ceriales)

Der an der Küste von Mindanao erwartete Tsunami blieb aus (Archivbild)

Sowohl die Philippinen als auch Indonesien liegen auf dem Pazifischen Feuerring, auf dem sich rund 90 Prozent der Erdbeben weltweit ereignen. Auf den Philippinen liegt das letzte starke Erdbeben nur fünf Jahre zurück: Im Oktober 2013 tötete ein Beben der Stärke 7,1 mehr als 220 Menschen.

cw/qu (afp, dpa)

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