In Indiens Hauptstadt Neu Delhi sorgen Straßenhunde zunehmend für Diskussionen und Konflikte. Während Tierfreunde die Tiere füttern und sogar aus eigener Tasche impfen und sterilisieren, beklagen andere Bürger Angriffe und eine wachsende Bedrohung. Anwältin Nanita Sharma kritisiert die Behörden für mangelnde Umsetzung gesetzlicher Maßnahmen zur Geburtenkontrolle und Impfung.
Einmischung des Obersten Gerichtshofes
Der Oberste Gerichtshof verschärfte die Lage mit einer Anordnung zur Unterbringung aller Straßenhunde in Tierheimen, setzte diese jedoch nach Protesten wieder aus. Stattdessen sollen landesweite Sterilisations- und Impfprogramme sowie Fütterungszonen eingeführt werden. Die Stadtverwaltung sieht die Schuld bei Hundeliebhabern, während Bürger Missmanagement und Korruption beklagen. Die Situation bleibt angespannt – zwischen Angst, Mitgefühl und unzureichender Umsetzung der Gesetze.