Hongkongs Freiheit und die Kunst | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 02.12.2019
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Nahaufnahme

Hongkongs Freiheit und die Kunst

In Hongkong protestieren Hunderttausende gegen Polizeigewalt und Chinas Einfluss. Hongkongs Künstler engagieren sich an vorderster Front. Wie und um welchen Preis?

Video ansehen 27:50

Hongkongs Kunstszene fürchtet um die Freiheit der Kunst und geht gemeinsam mit der Protestjugend auf die Straße. Dort prägen vor allem die Symbole der Popkultur den Protest. Viele der Protestierenden sind Kids der Globalisierung, deren kulturelles Universum von Bruce Lee bis Anime, von Hip-Hop bis K-Pop reicht. Im Gegensatz zu den jungen Festlandchinesen sind sie mit freiem Internet und Pressefreiheit aufgewachsen. Via Twitter, Telegram und WhatsApp mobilisieren sie zu den Protesten, als Captain America und Manga-Helden verkleidet, gehen sie auf die Straße und hinterlassen auf den bunten Lennon-Walls ihre Friedensbotschaften und Zeichnungen. Dort finden sich auch Bilder des bekannten Karikaturisten Justin Wong, der für unsere Kamera die aktuelle Lage mit seinem Zeichenstift skizziert. Seine Zeichnungen werden 1000-fach in den sozialen Medien geteilt. Was wollen die Künstler erreichen, welche Botschaft unters Volk bringen? Diesen Fragen geht der Film an vorderster Front nach.Die Reportage begleitet die angesagte Kuratorin und Kunst-Kritikerin Yang Yeung, die sagt: "Wir müssen doch nicht aufhören, Kunst zu erschaffen, um zu protestieren. Wir können beides gleichzeitig machen. Wir MÜSSEN sogar beides gleichzeitig tun." Sie sieht den gesamten Protest als ein großes Art-Happening.