Hochhaus in Südkorea steht in Flammen | Aktuell Asien | DW | 09.10.2020
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Feuer-Inferno

Hochhaus in Südkorea steht in Flammen

Mitten in der Nacht ist in der südkoreanischen Küstenstadt Ulsan ein Feuer in einem 33-stöckigen Wohn- und Geschäftshaus ausgebrochen. Es gibt viele Verletzte.

Eine Seite des Gebäudes in der südkoreanischen Industrie- und Hafenstadt Ulsan stand lichterloh in Flammen, wie Fernsehbilder zeigten. Große Betonbrocken stürzten auf die Straße. 88 Menschen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Rettungskräfte. Die meisten von ihnen hätten leichte Verletzungen durch das Einatmen von Rauch oder Wunden.

Ob es bei dem Brand in der Millionenstadt im Südosten des Landes Tote gegeben hat, ist noch unklar. Feuerwehrleute und Helfer suchen in dem Gebäude nach weiteren Bewohnern. Die Lage ist laut Yonhap unübersichtlich. Auch nach Stunden sind die Flammen noch nicht vollständig gelöscht.

Südkorea I Hochhausbrand in Ulsan

Feuerwehrmänner versuchen, die Flammen einzudämmen

Es wird vermutet, dass der Brand zwischen dem achten und zwölften Stock ausgebrochen war und sich dann schnell nach oben ausweitete. Starke Winde fachten die Flammen an.

"Fassade brannte wie Papier"

Etwa 50 Menschen sollen in den oberen Teil oder auf das Dach des Gebäudes geflüchtet sein, um sich zu retten. Das Feuer sei plötzlich da gewesen, zitierte Yonhap einen Bewohner. "Die Fenster zerbrachen und das Wohn- und das Badezimmer standen in Flammen." 136 Wohnungen soll es in dem Hochhaus geben. Ein anderer Augenzeuge schilderte, die Fassade habe gebrannt wie Papier.

Die Bilder aus Ulsan erinnern an den verheerenden Brand des Grenfell Towers in London vor drei Jahren. Seinerzeit hatte sich das Feuer über die Fassade des Hochhauses rasend schnell nach oben ausgebreitet. 72 Menschen kamen ums Leben.

se/ww (dpa, ap, bbc)

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