Hitlers Geburtshaus soll Polizeistation werden | Aktuell Europa | DW | 20.11.2019
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Nationalsozialismus

Hitlers Geburtshaus soll Polizeistation werden

Österreich hat nach einem Rechtsstreit entschieden, was mit Hitlers Geburtshaus in Braunau geschieht. Es soll nun von der Polizei genutzt werden, um zu verhindern, dass es zu einer Pilgerstätte für Neo-Nazis wird.

Österreich Braunau 2016 | Geburtshaus von Adolf Hitler (picture-alliance/dpa/Maxppp)

Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn

Das österreichische Innenministerium teilte mit, dass das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau nach einer Umgestaltung in Adolf Hitlers Geburtshaus einziehen würden. Für die Umgestaltung werde noch im November ein EU-weiter Architektenwettbewerb gestartet. Eine Expertenjury soll in der ersten Hälfte des Jahres 2020 über den besten Entwurf entscheiden.

"Durch die zukünftige Nutzung des Hauses durch die Polizei soll ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden, dass dieses Gebäude für immer einer Erinnerung an den Nationalsozialismus entzogen ist", erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn. Obwohl der spätere Diktator Adolf Hitler (1889-1945) nur seine ersten Lebensmonate auf dem Grundstück verbrachte, zieht es weiterhin Nazi-Sympathisanten aus der ganzen Welt an.

Nach einer Enteignung Anfang 2017 befindet sich das Gebäude im Besitz der Republik Österreich. Die Enteignung hatte zu einem längeren Rechtsstreit zwischen der früheren Besitzerin, der Familie Gerlinde Pommer, der das Haus fast ein Jahrhundert lang gehörte, und dem Staat geführt. Erst dieses Jahr endete der Streit, als Österreichs Oberstes Gericht der Familie Pommer eine Entschädigung von 812.000 Euro zusprach.

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Hitlers Haus in Österreich

jp/kle (afp,dpa)

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