Helene Hegemann und Maxim Biller für Buchpreis nominiert | Bücher | DW | 14.08.2018
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Deutscher Buchpreis 2018

Helene Hegemann und Maxim Biller für Buchpreis nominiert

199 Titel hat die Jury für den wichtigsten deutschen Literaturpreis gewälzt. 20 Werke haben es schließlich auf die Longlist geschafft. Dieses Jahr sind besonders viele Romane von Autorinnen dabei.

Helene Hegemann, deutsche Schriftstellerin (picture-alliance/dpa/H.Kaiser)

Helene Hegemann ist eine der Autorinnen, die sich Hoffnung auf den Buchpreis machen können

Die siebenköpfige Jury des Deutschen Buchpreises lobt die Vielfalt der 20 Romane, der sogenannten "Longlist" des Deutschen Buchpreises, die am Dienstag (14.8.) veröffentlicht wurde. Mit dabei sind so bekannte Autoren wie Helene Hegemann oder Maxim Biller. Hegemanns Roman "Bungalow" erzählt die Geschichte von "der radikalen Selbstfindung eines jungen Mädchens in einer zunehmend radikalisierten Welt". Die 26-jährige Autorin hatte vor acht Jahren mit ihrem umstrittenen Debüt-Roman "Axolotl Roadkill" für großes Aufsehen gesorgt.

Deutschland Solidaritätslesung für Deniz Yücel in Berlin (picture-alliance/dpa/G. Fischer)

Schriftsteller Maxim Biller bei einer Lesung

Biller arbeitet in seinem autobiografischen Roman "Sechs Koffer" den Tod seines Großvaters auf, der 1960 in Moskau von den Bolschewiken ermordet wurde.

Wieder im Rennen

Hoffnung auf den wichtigsten deutschen Buchpreis können sich erneut Angelika Klüssendorf und Stephan Thome machen. Beide hatten es schon mit anderen Romanen in der Vergangenheit auf die "Short-" und auf die "Longlist" des Deutschen Buchpreises geschafft. Ebenfalls ausgewählt wurde von der Jury der Titel "Unter der Drachenwand" von Arno Geiger. Der Autor war 2005 der erste Gewinner des Deutschen Buchpreises.

12 Frauen und 8 Männer

"Die Lage der Welt scheint den deutschsprachigen Autorinnen und Autoren auf den Nägeln zu brennen", sagte Jurysprecherin Christine Lötscher. Die Autoren loteten große gesellschaftliche Fragen in der ganzen poetischen Tiefe aus. Ihre Figuren erkundeten als Reisende, Suchende oder Vertriebene Vergangenheit und Gegenwart. Zwölf Autorinnen und acht Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konnten die Jury überzeugen - im vergangenen Jahr war es vom Geschlechterverhältnis fast umgekehrt.

Sieben Entscheider

Neben der Züricher Literaturkritikerin Christine Lötscher bilden diese sechs weiteren Kulturbeobachter die Jury 2018: Christoph Bartmann, Leiter des Goethe-Instituts Warschau, die Kulturjournalistin Luzia Braun, Tanja Graf, Leiterin des Literaturhaus München, der Herausgeber des Literaturblogs "Kaffeehaussitzer" Uwe Kalkowski, der Literaturkritiker Paul Jandl und Buchhändlerin Marianne Sax.

Jury Deutschen Buchpreis 2018 (Monique Wüstenhagen/Deutscher Buchpreis 2018)

Die Jury 2018: (v.l.n.r.) Christine Lötscher, Paul Jandl, Marianne Sax, Christoph Bartmann, Tanja Graf, Uwe Kalkowski, Luzia Braun

Am 11. September wird die Jury die sechs Romane der "Shortlist" bekannt geben. Und am 8. Oktober, zum Beginn der Frankfurter Buchmesse wird dann der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2018 bekannt gegeben. Im vergangenen Jahr war der Schriftsteller Robert Menasse der Preisträger. Der Sieger kann sich über ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen. Die anderen fünf Finalisten erhalten je 2500 Euro.

cp/ld (dpa, epd)

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