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Heck von AirAsia-Maschine ist geborgen

10. Januar 2015

Einsatzkräfte haben das Heck des vor zwei Wochen vor Indonesien abgestürzten Passagierflugzeugs geborgen. Experten hatten es von einem Spezialschiff aus mit Seilen angehoben, noch fehlt aber die Blackbox.

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AirAsia QZ8501 Heck gefunden 10.01.2015
Bild: Reuters/A. Berry

Der Sender TVOne zeigte Bilder, auf denen ein Wrackteil mit dem weiß-roten Logo der Airline zu sehen ist. Das Heck ist das bislang größte sichergestellte Wrackteil der Unglücksmaschine. Es war aus dem rund 30 Meter tiefen Wasser herausgeholt worden. "Wir werden das Rumpfende sicher am Schiff befestigen, damit die Taucher nochmals gründlich prüfen können, ob die Flugschreiber darin sind", sagte der indonesische Armeechef Moeldoko dem Sender.

Ping-Signale wurden empfangen

Am Freitag waren in den Gewässern vor der Insel Borneo akustische Signale empfangen worden, die von der Blackbox stammen könnten. Diese sogenannten Ping-Signale deuteten allerdings darauf hin, dass sich das Gerät nicht mehr in dem Heck der Maschine befindet, sondern rund einen Kilometer vom Wrack entfernt. Das wiederum könnte die Suche in den trüben Gewässern erschweren.

Die Ermittler erhoffen sich von dem Flugschreiber Hinweise auf die Unglücksursache. Der Airbus A320-200 war am 28. Dezember mit 162 Insassen auf dem Weg von Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya nach Singapur abgestürzt. Niemand überlebte. 48 Leichen wurden bislang geborgen. Starker Wind und hoher Seegang haben die Suche nach weiteren Opfern und Wrackteilen verzögert.

Waren die Triebwerke vereist?

Die Absturzstelle befindet sich im Meer nahe der Insel Borneo. Nach ersten Erkenntnissen der indonesischen Wetterbehörde war das schlechte Wetter die Hauptursache des Absturzes. Möglicherweise seien die Triebwerke durch Vereisung beschädigt worden.

Die Unglückslinie AirAsia hatte für den Flug von Surabaya nach Singapur am Tag des Unglücks keine Genehmigung aus Indonesien. Deshalb darf die Fluggesellschaft die Route bis auf weiteres nicht mehr anbieten. Gegen elf Manager aus dem Luftfahrtbereich wurden Strafmaßnahmen ergriffen.

haz/pg ( rtr, dpa, afp)