Hamilton siegt im Chaos von Baku | Formel 1 | DW | 29.04.2018
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Formel 1

Hamilton siegt im Chaos von Baku

Im Chaos von Baku verliert Sebastian Vettel seine WM-Führung an Formel-1-Titelverteidiger Lewis Hamilton. Der Weltmeister sichert seinem Team den ersten Saisonsieg und profitiert von Vettels Ungeduld sowie Bottas Pech.

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Aserbaidschan in Baku gewonnen. Der britische Mercedes-Pilot profitierte im Spektakel von Aserbaidschan von einem misslungenen Risiko-Manöver Vettels und einem Reifenplatzer seines Teamkollegen Valtteri Bottas auf den letzten Runden. Hamilton siegte nach zwei Safety-Car-Phasen vor Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen und dem Mexikaner Sergio Perez im Force India. Vettel, der lange Zeit führte und seinen 50. Karrieresieg fest im Visier hatte, musste sich mit Rang vier begnügen.

"Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Valtteri hat ein außergewöhnliches Rennen gefahren und hätte den Sieg verdient gehabt. Aber ich nehme es natürlich", sagte Hamilton. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ergänzte bei RTL: "Es ist bittersüß. Valtteri ist das ganze Rennen stark gefahren. Er hatte den Sieg verdient und ist dann über dieses riesige Teil gefahren. Aber Lewis hatte bisher so viel Pech gehabt, deswegen hat er es auch verdient."

Red-Bull-Piloten scheiden aus

Auslöser des finalen Durcheinanders war eine Kollision der beiden Red-Bull-Kampfhähne Daniel Ricciardo und Max Verstappen, die sich das ganze Rennen über hartnäckig bekämpft hatten. "So etwas darf nicht passieren. Beide müssen so viel Hirn haben", schimpfte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko und kündigte Konsequenzen an.

Weil Trümmerteile die Strecke übersäten, kam erneut das Safety-Car. Davon profitierte der zu diesem Zeitpunkt führende Bottas. Weil das Feld eingebremst war, verlor der Finne bei seinem noch ausstehenden Boxenstopp wenig Zeit und blieb vorn. Ferrari reagierte, holte auch Vettel an die Box und ließ dem Deutschen die schnellsten Reifen aufziehen. Doch die Taktik ging nicht auf, weil der 30-Jährige zu forsch den Angriff auf Bottas fuhr und am Ende sogar noch das Podium verpasste.

"So ist es eben, manchmal ist es ein bisschen Lotterie", sagte der Ferrari-Star. "Es sind am Ende eine oder zwei Sekunden, die das Rennen entscheiden. Ist halt so", sagte Vettel lapidar. Durch seinen Fahrfehler konnten Hamilton, Räikkönen und bald auch Perez vorbeiziehen. Als dann auch noch der Reifen von Bottas platzte, war der Weg zum 63. Grand-Prix-Erfolg für Hamilton frei. In der Gesamtwertung liegt der 33-Jährige nach dem ersten Mercedes-Sieg des Jahres damit nun mit 70 Punkten vier Zähler vor Vettel. An eine Wende im Titelrennen aber glaubt Hamilton noch nicht. "Ferrari ist noch immer vorne", stellte er fest. Nico Hülkenberg schied nach einem Patzer aus und blieb ohne Punkte.

tk/sw (sid, dpa)

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