Hambüchen turnt sensationell zu Gold | Sport | DW | 16.08.2016
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Sport

Hambüchen turnt sensationell zu Gold

Was für ein Abschluss der Karriere: Fabian Hambüchen sichert sich den Olympiasieg an seinem Paradegerät, dem Reck. Rennkanute Sebastian Brendel wiederholt bei den Olympischen Spielen in Rio seinen Triumph von London.

Fabian Hambüchen hat seine Turn-Karriere mit dem Olympiasieg am Reck gekrönt. Der erfolgreichste Deutsche der Turn-Geschichte siegte vor dem US-Amerikaner Danell Leyva und dem Briten Nile Wilson. Es ist das erste Turn-Gold für die Deutschen seit dem Erfolg von Andreas Wecker aus Berlin bei den Spielen 1996 in Atlanta. Insgesamt gewann Hambüchen, der seine Karriere nach Rio beenden wird, damit 27 Medaillen bei internationalen Meisterschaften, darunter auch Olympia-Bronze in Peking 2008 und Silber vor vier Jahren in London. Diesmal wurde es sogar Gold.

Vogel sprintet zu Gold

Bahnradsprinterin Kristina Vogel hat die Goldmedaille im Sprint gewonnen. Die 25-Jährige setzte sich im Finale gegen die Britin Rebecca James mit 2:0 Läufen durch. Für Vogel war es die erste olympische Einzelmedaille ihrer Karriere. Zuvor hatte sie gemeinsam mit Miriam Welte im Teamsprint zweimal Edelmetall geholt, 2012 Gold in London und in Rio Bronze. Für den Bund Deutscher Radfahrer war es am letzten Wettkampftag die zweite Medaille. Vogel verlor im zweiten Lauf auf der Ziellinie ihren Fahrradsattel, ließ sich aber nicht beeindrucken und sprintete vier Tausendstelsekunden vor ihrer Konkurrentin über die Linie.

Ludwig/Walkenhorst schocken Brasilien

Der Siegeszug der deutschen Beach-Volleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst führt bis ins Finale. Auch Brasiliens Topstars Larissa und Talita, die von 12.000 Fans angefeuert wurden, konnten die Europameisterinnen nicht aufhalten. Die Deutschen siegten gegen die topgesetzten Brasilianerinnen überraschend klar mit 2:0 (21:18, 21:12). Damit spielt erstmals ein deutsches Beach-Frauenteam bei Olympischen Spielen um die Goldmedaille. Vor vier Jahren in London waren Julius Brink und Jonas Reckermann Olympiasieger geworden.

Brendel im Canadier unschlagbar

Brasilien Olympische Spiele in Rio - Kanute Sebastian Brendel (Foto: picture-alliance/dpa/S. Stache)

Sebastian Brendel lässt der Konkurrenz keine Chance

Er war der haushohe Favorit - und hat alle Erwartungen erfüllt. Sebastian Brendel holt die erste Medaille für die Kanuten. Und zwar die goldene! In einem bis zum Schluss packenden Rennen im Canadier-Einer hatte er nach 1000 Metern etwa eine Bootslänge Vorsprung. Bis zum Schluss musste Brendel auf seiner Parade-Disziplin alles geben, weil auch der Brasilianer Isaquias Queiroz dos Santos ein ganz starkes Rennen zeigte und sich am Ende über Silber freuen durfte. Bronze ging an Serghei Tarnovschi aus Moldau. Jetzt hat Sebastian Brendel bis Freitag Zeit zum Regenerieren - dann stehen die nächsten Vorkämpfe an.

Direkt im Anschluss starte das deutsche Duo Franziska Weber und Tina Dietze im Kajak-Zweier. Auch sie waren die Favoriten und lagen kurz vor Schluss knapp in Führung, mussten aber noch die Ungarinnen Gabriella Szabo und Danuta Kozak vorbeiziehen lassen. Am Ende fehlten fünf Hunderstel zu Gold. Bronze ging an die Polinnen Karolina Naja und Beata Mikolajczyk.

Fußballfrauen spielen um Gold

Die deutschen Fußballerinnen sind fast am Ziel ihrer Träume: Die DFB-Auswahl spielt im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro erstmals um den Olympiasieg. Nach dem überzeugenden 2:0 (1:0) im Halbfinale gegen Kanada in Belo Horizonte kämpfen die Europameisterinnen am Freitag gegen Schweden auch um einen goldenen Abschied für Bundestrainerin Silvia Neid.

Beim besten Turnierauftritt der deutschen Mannschaft trafen die erneut bärenstarke Melanie Behringer (21.) und Sara Däbritz (59.). Behringers verwandelter Foulelfmeter war schon der fünfte Treffer der Mittelfeldspielerin in Brasilien.

Tischtennis-Frauen verpassen Sensation

Deutschlands Tischtennis-Frauen haben unterlagen im Endspiel dem haushohen Favoriten China mit 0:3. Die Medaille ist das erste olympische Edelmetall für deutsche Tischtennisspielerinnen. Gegen Weltmeister China war die deutsche Auswahl chancenlos. Schon das erste Spiel, in dem Spitzenspielerin Han Ying gegen Li Xiaoxia 0:3 unterlag, machte die Kräfteverhältnisse deutlich. Anschließend verlor auch Petrissa Solja gegen die Weltranglistenerste Liu Shiwen mit 0:3, ehe ihr im Doppel an der Seite von Shan Xiaona beim 1:3 gegen Liu/Ding Ning zumindest ein Satzgewinn glückte.

Bronze für Hausding

Kunstspringer Patrick Hausding hat vom Drei-Meter-Brett seine erste Einzelmedaille bei Olympischen Spielen gewonnen. Der Rekordeuropameister holte Bronze und damit das erste Edelmetall der deutschen Wasserspringer seit 2008. Damals hatte Hausding in Peking zusammen mit Sascha Klein Silber im Synchronspringen vom Turm gewonnen. Hausding sorgte auch für die erste Medaille des Deutschen Schwimm-Verbandes in Rio. Olympiasieger wurde der Chinese Cao Yuan vor dem Briten Jack Laugher.

Boxer Harutyuyan hat Medaille sicher

Halbweltergewichtler Artem Harutyunyan hat den deutschen Boxern in Rio de Janeiro doch noch eine olympische Medaille beschert. Der 26-Jährige gewann das Viertelfinale in der Klasse bis 64 kg gegen Batuhan Gozgec aus der Türkei einstimmig nach Punkten und hat vor der Vorschlussrunde am Freitag Edelmetall sicher. Seit Gegner ist dort der gebürtige Kunbaner Lorenzo Sotomayor Collazo (Aserbaidschan). Die Verlierer der Halbfinals bekommen beide Bronze.

Hockeyherren scheitern krachend

Brasilien Rio de Janeiro Olympia 2016 Hockey. Moritz Fürste (Foto: picture-alliance/dpa/F. Gentsch)

Kapitän Moritz Fürste und seinem Team fehlten die Mittel

Das war gar nichts: Im Halbfinale haben die deutschen Hockey-Männer eine indiskutable Leistung gezeigt. Sie verloren deutlich mit 2:5 (0:3) gegen Argentinien und bezogen damit die höchste Olympia-Pleite seit 32 Jahren. Nach den großen Triumphen von Peking 2008 und London 2012 kämpft Deutschland in Rio damit nur noch um Bronze. Deutschlands Torhüter Nicolas Jacobi verzweifelte an den Strafecken des Spezialisten Gonzalo Peillat, der im ersten Durchgang alle drei Versuche versenkte (9., 12. und 28.). Nach 47 Minuten stand es bereits 0:5. Die Treffer von Moritz Fürste per Siebenmeter (51.) und Christopher Rühr (58.) kamen zu spät.

Bolt locker weiter

Zwei Tage nach seinem ersten Gold-Lauf ist Superstar Usain Bolt leicht und locker ins Halbfinale über 200 Meter getrabt. Ohne Mühe lief der Jamaikaner 20,28 Sekunden und ließ sich von den Fans feiern. Auch Bolts Rivale Justin Gatlin aus den USA zog mühelos in die nächste Runde ein. Die deutschen Läufer um Julian Reus schieden dagegen geschlossen aus. Auch die deutschen Diskuswerferinnen gingen leer aus: Im Finale belegte Nadine Müller nur den sechsten Platz, Julia Fischer kam auf Rang neun, Shanice Craft wurde Elfte. Gold sicherte sich die Kroatin Sandra Perkovic.

Springreiter auf Medaillenkurs

Brasilien Olympische Spiele in Rio - Reiten, Ludger Beerbaum (Foto: picture-alliance/dpa/F. Gentsch)

Ludger Beerbaum sorgte für das Streichergebnis

Die deutschen Springreiter haben einen hervorragenden Start in den olympischen Team-Wettbewerb erlebt. Das Quartett um Routinier Ludger Beerbaum liegt nach der ersten von zwei Runden in Rio de Janeiro auf Platz eins. Ohne Strafpunkt gehen die Springreiter nun in die entscheidende Runde am Mittwoch. Allerdings sind die USA, die Niederlande und Brasilien ebenfalls mit null Strafpunkten gleichauf. Das optimale Ergebnis stand schon nach drei Startern fest. Christian Ahlmann blieb mit Taloubet ebenso ohne Fehler wie Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci und Daniel Deußer mit First Class. Lediglich Ludger Beerbaum hatte mit Casello einen Abwurf. Da nur die drei besten Resultate zählen, lieferte Beerbaum das Streichergebnis.

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