Großbritannien macht es ohne Kohlestrom | Aktuell Europa | DW | 08.05.2019
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Energieversorgung

Großbritannien macht es ohne Kohlestrom

Erstmals seit der Inbetriebnahme des ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882 ist Großbritannien eine Woche lang ohne Kohlestrom ausgekommen. Der Netzbetreiber National Grid erklärte, das werde künftig häufiger möglich sein.

In das Energiesystem in Großbritannien werde immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen eingespeist, erklärte der Chef des Unternehmens, Fintan Slye, zur Begründung. Ab 2025 solle die Stromversorgung des Landes ganz ohne Kohlekraftwerke gewährleistet werden.

Von Atomkraft wollen die Briten nicht lassen

Die britische Regierung hatte kürzlich erklärt, dass bis 2030 ein Drittel des nötigen Stroms durch Offshore-Windparks erzeugt werden solle. Im Strommix des Landes spielen aber weiterhin auch Atomkraftwerke eine wichtige Rolle.

In Deutschland hatte die Kohlekommission nach schwierigen Beratungen beschlossen, dass die Kraftwerkskapazitäten ab 2022 schrittweise abgebaut werden und spätestens 2038 auslaufen. Bis Ende 2022 sollen hierzulande alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

haz/se (afp)

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