Geiselnahme in Einkaufszentrum auf den Philippinen beendet | Aktuell Asien | DW | 02.03.2020
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Verbrechen

Geiselnahme in Einkaufszentrum auf den Philippinen beendet

Ein ehemaliger Sicherheitsmann hatte in einem Einkaufszentrum im Großraum der Hauptstadt Manila geschossen - aus Wut über seine Entlassung. Mehr als zehn Stunden lang hatte er ungefähr 30 Geiseln in seiner Gewalt.

Ein Mann wird von Sicherheitskräften festgehalten (Reuters/E. Lopez)

Der Geiselnehmer (Mitte) wurde nach mehr als zehn Stunden von Einsatzkräften abgeführt

Der Geiselnehmer habe sich ergeben und die Menschen gehen lassen, hieß es in philippinischen Medienberichten. Er verließ das Einkaufszentrum mit seinen Geiseln. Anschließend durfte er mit Reportern sprechen - ohne Handschellen. Als er aggressiv wurde, überwältigte ihn die Polizei und nahm ihn fest.

Stunden zuvor waren Hunderte Besucher und Angestellte des Einkaufszentrums in San Juan in Sicherheit gebracht worden, nachdem aus der zweiten Etage Schüsse zu hören waren, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein Sicherheitsmann wurde verletzt und kam ins Krankenhaus. Der Täter hatte nach eigenen Angaben Handgranaten bei sich. Bei den rund 30 Geiseln soll es sich um Angestellte handeln, die in einem Büro festgehalten wurden.

Mehrere Menschen gehen in einer Reihe an Glasfronten vorbei (Reuters/E. Lopez)

Der Geiselnehmer (Mitte im schwarz gemusterten T-Shirt) ließ seine Geiseln schließlich ohne Widerstand gehen

Wie Bürgermeister Francisco Zamora mitteilte, hatte der Täter als Sicherheitsmann in dem Einkaufszentrum gearbeitet. Er soll über die Kündigung seines früheren Arbeitgebers verärgert gewesen sein und versucht haben, Kollegen zu "einer Art Staatsstreich gegen das Management des Einkaufszentrums" zu bewegen, sagte Zamora.

Forderungen des Täters erfüllt

Während der Verhandlungen mit der Polizei verlangte der Geiselnehmer unter anderem, mit Medien sprechen zu können. Dies wurde ihm gewährt. Er versprach, den Geiseln würde nichts geschehen, wenn die Behörden nicht versuchten, ihn hereinzulegen. Nach Angaben der Behörden forderte der Geiselnehmer von seinem früheren Chef eine Entschuldigung für die "ungleiche Behandlung". Er war entlassen worden, nachdem er unentschuldigt gefehlt hatte.

Ein Mann spricht in ein Mikro, in drei Meter Entfernung stehen zahlreiche Journalisten (Reuters/E. Lopez)

Am Ende der Geiselnahme ließen die Sicherheitskräfte den Täter (rechts mit Mikro) vor Reportern sprechen

Einkaufszentren sind auf den Philippinen ein wichtiger Mittelpunkt des sozialen Lebens. Menschen halten sich dort nicht nur zum Einkaufen auf. Neben Geschäften und Restaurants gibt es dort auch Kirchen, medizinische Einrichtungen und Büros von Behörden.

ust/ml (dpa, afp, rtr, ap)