Geisel in Nigeria hingerichtet | Aktuell Afrika | DW | 25.09.2019
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Dschihadismus

Geisel in Nigeria hingerichtet

Im Norden von Nigeria haben Islamisten nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation Action Against Hunger eine Geisel getötet. Weitere fünf Verschleppte sind noch in der Gewalt der Terroristen.

Nigeria Baga | Truck des IS Gruppe (ISWAP) (Getty Images/AFP/A. Marte)

Der Norden Nigerias wird seit Jahren von Dschihadisten-Gruppen terrorisiert, die dem IS nahe stehen (Archivbild)

Wie die Hilfsorganisation Action Against Hunger mit Sitz in Paris erklärte, werden die fünf Geiseln von der Miliz "Islamischer Staat Provinz Westafrika" (ISWAP) festgehalten, die sie im Juli nahe der Stadt Damasak im Bundesstaat Borno verschleppt hatte.

Aus der Erklärung von Aktion gegen den Hunger ging nicht hervor, welche der Geiseln umgebracht wurde. Die Dschihadisten hatten eine Angestellte der Organisation, zwei Fahrer und drei Mitarbeiter des nigerianischen Gesundheitsministeriums in ihre Gewalt gebracht. 

Video veröffentlicht

Anschließend hatte ISWAP, der Westafrika-Ableger der Terrorgruppe "Islamischer Staat" und eine Splittergruppe von Boko Haram, ein Video der Gruppe veröffentlicht. Die ISWAP hatte schon im Vorjahr zwei Mitarbeiterinnen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verschleppt und getötet.

Seit Jahren terrorisieren verschiedene Dschihadisten-Gruppen die Bevölkerung im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Staaten. Laut einem aktuellen UN-Bericht wurden in dem Konflikt rund 35.000 Menschen getötet. Zwei Millionen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.

Das nigerianische Militär hatte erst vergangene Woche das Büro von Action Against Hunger in Borno wegen des Vorwurfs der Unterstützung terroristischer Gruppen geschlossen. Die Hilfsorganisation liefere trotz mehrerer Warnungen Terrorgruppen wie Boko Haram Nahrung und Medizin, hatte ein Militärsprecher erklärt. Action Against Hunger wies die Vorwürfe zurück und erklärte, in Borno die Verletzlichsten der Bevölkerung zu versorgen - vor allem Frauen und Kinder.

uh/se (dpa, afp)

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