Gaza - Israels ″böser Nachbar″? | Fokus Nahost | DW | 07.01.2009
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Fokus Nahost

Gaza - Israels "böser Nachbar"?

Für Bundeskanzlerin Merkel ist die Lage klar - die Hamas hat Israel mit Kassam-Raketen provoziert. Israel sieht das natürlich genauso. Doch ausgerechnet im Zentralrat der Juden in Deutschland regt sich Widerspruch.

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Wann kommt die Waffenruhe? Israel geht mit schwerer Artillerie gegen die Stellungen und Verstecke der Hamas vor

"Was würden Sie tun, wenn Ihr Nachbar immerzu Steine und Molotowcocktails auf Ihre Wohnung wirft? Würden Sie nicht irgendwann zum Gewehr greifen, um diesem Treiben ein Ende zu machen? Und wenn sich der Nachbar mit seinen Kindern umgibt, damit Sie ihn nicht treffen, würden Sie dann nicht irgendwann ein Gewehr mit Zielfernrohr nehmen?" - So mache es Israel mit der Hamas in Gaza, und genau das sei falsch, meint Professor Rolf Verleger im Gespräch mit FOKUS NAHOST. Er ist Mitglied im Direktorium des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Geißeln für den Propheten

Aschurafest im Irak 2007

Ashura-Fest: Schmerzliche Erinnerung an die Schlacht von Kerbela und den Tod von Imam Hussein

An diesem Mittwoch feiern die Schiiten in Iran - aber auch im Irak und im Libanon - das Bußfest Ashura. Hierbei wird der für den schiitischen Islam wichtigen Schlacht von Kerbela und des Martyriums von Hussein, dem Prophentenenkel, im Jahr 680 gedacht. Die Szenen von einst werden nachgespielt - viele tiefgläubige Männer geißeln sich in der Öffentlichkeit als Zeichen der Buße. Ayatollah Khomeini hat die wichtige Bedeutung des Märtyrertums im Schiismus politisch untermauert, so dass dieser hochemotionale Kult in Iran bis heute groß zelebriert wird - zumal wenn politische Ereignisse wie Israels Krieg gegen die "palästinensischen Brüder" in Gaza die Gemüter erregen. Unser Reporter Ulrich Pick berichtet über das Ashura-Fest der Schiiten und erklärt, warum das religiöse Märtyrertum auch im Iran so große Bedeutung hat.

Red. Ina Rottscheidt / Alexander Göbel

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