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Gangster plündern Gangster-Rapper aus

1. September 2016

Der Musiker Farid Bang wird sich womöglich gefühlt haben wie in einem seiner Gangster-Rap-Songs: Eine Gruppe von Ganoven räumt sein Bankkonto leer.

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Rapper Farid Bang (Archivfoto: picture-alliance)
Bild: picture-alliance/Jazzarchiv/H. Sehrsam

Der Coup war offensichtlich von langer Hand vorbereitet. In einem Bürgeramt in Berlin werden Blankoausweise gestohlen. Einer der Personalausweise wird auf den Namen Farid Hamed El Abdellaoui gefälscht, wie der Gangster-Rap-Star Farid Bang wirklich heißt. Auf diesen Namen laufen auch die Bankkonten des Düsseldorfers marokkanischer Herkunft. Mit dem gefälschten Ausweis räumt ein junger Mann von Farid Bangs Konten insgesamt 60.000 Euro ab.

Bewährungsstrafe für Geldabheber

Der Fall wurde jetzt bekannt, nachdem das Amtsgericht Düsseldorf den Täter, einen 26-jährigen Berliner, wegen Betrugs zu einem halben Jahr Haft auf Bewährung verurteilt hat. Die Hintermänner des Coups sind unbekannt. Der Geldabheber, der durch einen Fingerabdruck an einem Wasserglas überführt worden war, hatte vor Gericht über sie geschwiegen. Er habe große Angst, sagte seine Anwältin der Deutschen Presse-Agentur. Er soll nur rund 3000 Euro für die Geldabhebungen bekommen haben.

Bank ersetzt Schaden

Der Raubzug machte den Rapper nicht zum armen Mann. Sein Konto sei nicht leer, das Geld sei wieder da, wo es war, teilte der 30-Jährige auf Facebook mit. Sein Musiklabel bestätigte, dass seine Bank die 60.000 Euro ersetzt habe. Das Geldhaus wiederum erklärte, auch ihm sei kein Schaden entstanden. Man sei gegen Betrug versichert.

Farid Bang zählt zu den bekanntesten Musikern der Gangster-Rap-Szene in Deutschland und eroberte bereits mehrmals die Spitze der Album-Charts. Dabei verdrängte er sogar Helene Fischer. Im Kino-Erfolg "Fack ju Göhte" spielt der Rapper eine Nebenrolle.

wl/stu (dpa)