Gabriel warnt vor Untätigkeit in Nordkorea-Krise | Aktuell Welt | DW | 31.12.2017
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Nordkorea-Konflikt

Gabriel warnt vor Untätigkeit in Nordkorea-Krise

Deutschlands Außenminister Gabriel hat vor einem Domino-Effekt gewarnt, sollte Nordkorea mit seinem Atomprogramm durchkommen. Um dies zu verhindern, komme es vor allem auf drei wichtige Akteure an.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat davor gewarnt, sich mit der Entwicklung Nordkoreas zur Atommacht abzufinden. "Wenn sich Nordkorea Atomwaffen beschafft und der Rest der Welt schaut zu, dann wird es verdammt gefährlich", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dann werden andere dem Beispiel folgen." Eine militärische Lösung würde allerdings "unfassbar viele Menschenleben kosten". 

Nordkorea nimmt ungeachtet internationaler Strafmaßnahmen immer wieder Atom- und Raketentests vor. Vor allem das Verhältnis zu den USA ist deshalb äußerst angespannt: US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten sich in den vergangenen Monaten heftige Verbalattacken geliefert. Trump drohte Nordkorea im September in einer Rede vor der UN-Vollversammlung mit "vollständiger Vernichtung", sollte es zum Krieg kommen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (M.) (picture alliance/Yonhap)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (M.)

Gabriel rief zugleich zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland auf. "Gerade wir in Europa müssen ein Interesse daran haben, dass das Verhältnis zwischen den USA und Russland besser wird", sagte der Minister. "Am Ende können nur die USA und Russland - unterstützt von China - die Verbreitung von Atomwaffen verhindern." 

Bleibe das Verhältnis zwischen Washington und Moskau so schlecht, wie es sei, würden andere Länder das ausnutzen. Deshalb sei das Bemühen der Europäer so groß, die USA und Russland wieder näher zusammenzubringen. 

Die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel hatten sich 2017 nach neuen Raketen- und Atomtests der Regierung in Pjöngjang verschärft. Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen das Land deshalb mehrfach verschärft. 

stu/sti (afp, dpa, rtr)

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