Gündogan: ″Weiter stolz, Nationaltrikot zu tragen″ | Sport | DW | 28.08.2018
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Erdogan-Affäre

Gündogan: "Weiter stolz, Nationaltrikot zu tragen"

Bei der Debatte um die Erdogan-Fotos sei die Grenze zum Rassismus überschritten worden, sagt Ilkay Gündogan. Trotzdem will er weiter für das DFB-Team spielen - nicht nur, um die WM-Pleite wiedergutzumachen.

Ilkay Gündogan will seine Laufbahn in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fortsetzen. "Falls ich nominiert werden sollte, dann sehe ich keinen Grund, nicht weiterzumachen", sagte der Mittelfeldspieler vom englischen Meister Manchester City in einem Interview der Funke-Mediengruppe. "Die WM war leider ein großer Misserfolg. Doch es geht für mich nicht allein um Wiedergutmachung: Ich bin nach wie vor stolz, für Deutschland aufzulaufen." Seinen Wunsch, weiter für die Nationalmannschaft zu spielen und Titel gewinnen zu wollen, hatte Gündogan zuvor schon über Instagram mitgeteilt.

"Grenze zum Rassismus überschritten"

Der gebürtige Gelsenkirchener hatte sich im Vorfeld der Fußball-WM zusammen mit Mesut Özil mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan fotografieren lassen. "Ich habe mein Leben lang fast ausschließlich gute Erfahrungen in Deutschland gemacht. Das will ich hier ganz klar sagen", so Gündogan. "Aber es gibt Leute, die das entstandene Foto für sich politisch genutzt haben. Und in diesem Zusammenhang wurde dann auch teilweise die Grenze zum Rassismus überschritten."

Gündogan stellt sich hinter Löw

Gündogan lobte Bundestrainer Löw: "Ich bin nach wie vor ein sehr großer Fan von Jogi Löw - nicht nur, was das Sportliche angeht. Das betrifft auch seinen Charakter, seine Führungsqualitäten und seine Menschlichkeit. Ich kann mir als Nationaltrainer momentan keinen Besseren vorstellen als ihn." Am Mittwoch benennt Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot für die Länderspiele gegen Frankreich (6. September) und Peru (9. September). Löw will dann auch bekanntgeben, welche Konsequenzen er aus der WM-Pleite in Russland ziehen will.

sn/asz (dpa, sid)

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