Frauenfußball: Meisterinnen überall - nur nicht in der Bundesliga | Sport | DW | 11.05.2021
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Frauenfußball

Frauenfußball: Meisterinnen überall - nur nicht in der Bundesliga

In ganz Europa werden bereits die besten Fußballerinnen der Ligen gefeiert. Nur in der Bundesliga kämpfen Bayern München und der VfL Wolfsburg weiterhin um den Meisterinnen-Titel.

Chelsea gegen Reading - FA Frauen Super League - Kingsmeadow

Die Spielerinnen des FC Chelsea feiern ihren Erfolg

GB: Nicht die Spur von Blues für Chelsea

Der FC Chelsea ist in Großbritannien nach einem 5:0-Sieg gegen Reading am Sonntag zum zweiten Mal in Folge Meister geworden. Es war ein beeindruckender Lauf zum Titel für die "Blues", die die Saison mit zwei Punkten Vorsprung auf Manchester City beendeten. Die Konstanz spielte die entscheidende Rolle für Chelsea, in einer Liga, die durch die höheren Investitionen zuletzt immer näher zusammengerückt ist. In den Reihen der "Blues" gewannen zudem die deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger den "Goldenen Handschuh" und die australische Stürmerin Sam Kerr den "Goldenen Schuh" - sie hatte in 22 Spielen 21 Tore erzielt. Nun hat das Team von Coach Emma Hayes im Champions-League-Finale am 16. Mai die letzte große Aufgabe der Saison vor sich.

Spanien: Barcelonas Dominanz hält an

Dann wird Chelseas Gegner FC Barcelona heißen. Und deren Frauen werden ebenso zuversichtlich und optimistisch sein - denn auch sie haben ihren Titel in der Liga dank einer perfekten Bilanz von 26 Siegen aus 26 Spielen verteidigt. Das ist ein neuer Rekord in Spaniens höchster Spielklasse. Seit der letzten Saison hat das Team aus Barcelona 30 Spiele in Folge gewonnen und hat damit den Rekord von Levante aus den Jahren 2000/01 und 2001/02 eingestellt. Es ist für den katalanischen Klub der zweite Titel in Folge und der sechste in der Vereinsgeschichte.

Was die Lage ansonsten in der spanischen Liga angeht, so sind die Abstände immer noch groß. Atletico Madrid, ebenfalls erfahren in der Champions League, liegt auf dem siebten Platz, während Real Madrid hinter Levante und Barcelona Dritter ist. Die Liga hat viel Potential, aber ein Problem: Barcelona ist mit Abstand das beste Team des Landes. Wenn die anderen Vereine die Wachablösung wollen, müssen sie in die übrigen 17 Teams investieren, um die Lücke zu schließen.  

Italien: Juventus schreibt Geschichte

Eine Wachablösung in Italien war nicht möglich. Im Gegenteil. Die Frauen von Juventus Turin schrieben wieder einmal Geschichte. Zwei Spiele vor Saison-Schluss holten sie mit einem 2:0-Sieg gegen Napoli ihren vierten Serie-A-Titel in Folge. "Wir werden jetzt die Feierlichkeiten genießen und uns dann in Ruhe hinsetzen, um zu entscheiden, wie es weitergeht. Ein Wort, um diesen Titel zu beschreiben? Mut", sagte Cheftrainer Stefano Braghin gegenüber Reportern. Vielleicht ist die italienische Liga nicht mehr so umkämpft wie einst. Aber an den Ambitionen von Juventus ändert das nichts.

Deutschland: Spannendes Finale in der Liga

Der Meisterschaftskampf in Deutschland hingegen bleibt so spannend wie eh und je - oder doch nicht? In dem mit Spannung erwarteten Top-Spiel der Saison traf der Tabellenzweite VfL Wolfsburg auf den Tabellenführer Bayern München. Das Spiel endete mit einem 1:1. Damit liegen die Bayern zwei Spieltage vor Schluss immer noch zwei Punkte (55) vor Wolfsburg (52). "Der Punkt ist extrem wichtig, weil wir weiterhin alles in der eigenen Hand haben. Wir haben heute die richtige Mentalität gezeigt und uns nicht einschüchtern lassen. Jetzt haben wir zwei Punkte Vorsprung und wollen das Ganze natürlich am Ende gewinnen", sagte Bayern-Trainer Jens Scheuer.

Wolfsburg hat zweimal die Chance

Wolfsburg hat auf der anderen Seite die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die eigene Serie der Dominanz im deutschen Frauenfußball fortzusetzen. Das letzte Mal, als die Bayern den Titel gewinnen konnten, ist bereits fünf Jahre und damit lange her - im Jahr 2016. Das Restprogramm? In den letzten beiden Ligaspielen treffen die Bayern auf Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt, während Wolfsburg noch gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen antreten muss. Und sollten "die Wölfinnen" im Kampf um die Meisterschaft das Nachsehen haben, dann gibt es immerhin noch die Chance auf einen Cup - am 30. Mai im DFB-Pokalfinale gegen Frankfurt.

Adaption aus dem Englischen: Marko Langer

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