Frauenfußball in Kabul | DokFilm | DW | 31.10.2019
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DokFilm

Frauenfußball in Kabul

Eine ehemalige Nationalspielerin Afghanistans kämpft darum, dass auch Mädchen Sport treiben können. Dafür wird Madina Azizi gefeiert, aber auch oft angefeindet. Denn ihr Engagement für mehr weibliche Selbstbestimmung ist nicht überall gern gesehen.

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Fußball für Frauen sehen viele afghanische Familien als Tabu an. Damit wird Madina Azizi als Spielerin und als Trainerin einer Mädchenmannschaft ständig konfrontiert. In der traditionellen patriarchalischen Gesellschaft ist mit 20 Jahren für die meisten jungen Frauen Schluss mit Fußball, denn dann haben sie das heiratsfähige Alter erreicht. Kaum eine verheiratete Frau darf in Afghanistan Sport treiben. Das macht es schwer, Frauenvereine aufzubauen und am Leben zu erhalten. "Ich versuche, mehr Sportkultur in mein Land zu bringen. Wenn ich mich nicht dafür einsetze, wer tut es dann?", fragt die 23-jährige Madina Azizi aus Kabul. Unterstützt wird sie von Khalida Popal, die 2008 die erste Kapitänin der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft war. Mittlerweile lebt Khalida in Dänemark - in Kabul musste sie um ihr Leben fürchten. Gemeinsam versuchen die Beiden aber weiterhin, den aktiven Frauen in ihrer Heimat zu helfen und den Sport zu professionalisieren.