Frankreich schaltet IS-Anführer aus | Aktuell Afrika | DW | 16.09.2021
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Sahelzone

Frankreich schaltet IS-Anführer aus

Den französischen Streitkräften ist ein bedeutender Schlag gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" gelungen: Adnan Abu Walid al-Sahrawi, IS-Anführer in der Sahelzone, wurde außer Gefecht gesetzt, wie es heißt.

Suchplakat I Adnan Abu Walid al-Sahrawi

Adnan Abu Walid al-Sahrawi auf einem Fahndungsplakat der USA

"Das ist ein weiterer großer Erfolg in unserem Kampf gegen terroristische Gruppen in der Sahelzone", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. Nach seinen Worten wurde Adnan Abu Walid al-Sahrawi von der französischen Armee "neutralisiert". In der Militärsprache bedeutet dies, dass der Gegner kampfunfähig gemacht oder getötet wurde.

Adnan Abu Walid al-Sahrawi führte die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat in der größeren Sahara" (IS-GS). Der Gruppierung werden die meisten Anschläge in der Region zwischen Mali, dem Niger und Burkina Faso zugeschrieben. Im August 2020 habe Abu Walid persönlich die Ermordung von sechs französischen Wohltätigkeitshelfern und ihrem nigerianischen Fahrer angeordnet, erklärte Macrons Büro.

Karte Afrika Sahelzone DEU deutsch

Die Sahelzone erstreckt sich vom Atlantik bis zum Roten Meer

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hat seit 2013 Tausende Soldaten in der Region südlich der Sahara im Einsatz. Sie unterstützen die Truppen der sogenannten G5-Sahelstaaten Mali, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Tschad im Kampf gegen Extremisten. In Frankreich wie in den Sahelstaaten stand die Mission mangels Erfolgen zuletzt aber zunehmend in der Kritik.

wa/cw (afp, rtr, dpa)

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