Frankfurt freut sich auf Lazio | Fußball | DW | 03.10.2018
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Europa League - 2. Spieltag

Frankfurt freut sich auf Lazio

Die Eintracht steht vor ihrem ersten Europacup-Heimspiel seit fast fünf Jahren. Gegen Lazio Rom ist der Kader dünn - aber die Motivation extrem hoch.

Endlich Europa League - und zwar so richtig. Nach dem aufgezwungenen Geisterspiel zum Auftakt bei Olympique Marseille fiebert Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt dem ersten Heimspiel auf internationalem Parkett seit über 1600 Tagen entgegen. "Das wird ein absolutes Highlight, dafür werden schon unsere Fans sorgen", sagte Sportdirektor Bruno Hübner vor der Partie gegen Lazio Rom am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ im DW-Liveticker).

Trotz der späten Anstoßzeit werden 47.000 Zuschauer in der WM-Arena am Stadtwald erwartet. "Wir haben gehört, dass die Fans Riesensachen vorbereiten", sagte Abwehrspieler Marco Russ: "Ich denke, jeder Fan, ob 93 oder 19 Jahre alt, wird das am Donnerstag genießen. Wir versuchen, ein Top-Spiel abzuliefern."

Gegen den italienischen Erstligisten, der mit den früheren Bundesligaspielern Ciro Immobile und Milan Badelj anreist, könne die Eintracht "einen Riesenschritt machen", sagte Hübner: "Und das wollen wir natürlich. Unser Anspruch ist es, die Gruppenphase zu überstehen. Rom und Marseille sind zwei Topklubs, aber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir den deutschen Fußball gut vertreten möchten."

Coach Hütter muss improvisieren

In Marseille hatten die Hessen vor leeren Rängen mit 2:1 gewonnen, mit dem gleichen Ergebnis siegte Rom gegen Apollon Limassol. "Lazio Rom ist ein wirklich starkes Team", sagte der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic, der am Wochenende ein furioses Startelf-Comeback gegen Hannover 96 (4:1) gefeiert hatte: "Sie gehören seit Jahren zu den Top-Teams in Italien und haben starke Spieler. Es wird definitiv ein schwieriges Spiel."

Trainer Adi Hütter wird allerdings umstellen müssen. Der gegen Hannover starke Allan Souza ist in der Europa League nicht spielberechtigt, der Niederländer Jetro Willems nach seiner Gelb-Roten-Karte gesperrt, Innenverteidiger David Abraham ist verletzt. "Es wird sicher so sein, dass der ein oder andere Spieler frisch in die Mannschaft kommen wird", sagte Hütter am Mittwoch, auch mit Blick auf das "schwere Auswärtsspiel" am Sonntag bei der TSG Hoffenheim.

Europa League Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt | (Reuters/J.-P. Pelissier)

Auftakterfolg vor leeren Rängen - Luka Jovi (M.) bejubelt seinen Treffer in Marseille

Vor Lazio habe er großen Respekt. "Sie gehören sicherlich zu den Favoriten in der Gruppe", sagte Hütter über die Gäste, die von Ex-Profi Simone Inzaghi trainiert werden: "Sie haben viel Erfahrung und spielen sehr diszipliniert. Entscheidend ist für mich, dass wir vor unserem eigenen Publikum alles versuchen werden."

Herrlich vor erneuter Bewährungsprobe

Bei Bayer Leverkusen braucht Trainer Heiko Herrlich dringend ein Erfolgserlebnis. Das sollte auch durchaus drin sein zu Hause gegen AEK Larnaka (18.55 Uhr MESZ im DW-Liveticker). Und doch ist der Druck hoch gegen den Underdog, denn nur ein überzeugender Sieg gegen Zyperns Pokalsieger und drei Zähler am Sonntag beim Tabellennachbarn SC Freiburg können Herrlichs Position stärken. Angeblich steht im Ex-Leipziger Ralph Hasenhüttl schon ein neuer Coach in den Startlöchern, der in der Länderspielpause übernehmen könnte.

Weder Sport-Geschäftsführer Rudi Völler noch Sportdirektor Jonas Boldt haben ihren Coach bislang öffentlich angezählt. Zufrieden kann bei den ambitionierten Zielen des Klubs aber niemand mit dem schwachen Saisonstart sein. Nicht zuletzt das 2:4 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag wirkte nach. "Heiko weiß, dass ich und die anderen im Klub ihn immer schützen. Dass nach so einem Spiel wieder Diskussionen aufkommen, das ist normal. Das weiß Heiko auch", sagte Völler dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Wir haben zu wenige Spiele gewonnen. Nur Talent reicht nicht."

Immerhin hat Bayer einen 3:2-Auftaktsieg beim bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad im Rücken. 

Leipzig will Auftakt-Scharte auswetzen

RB Leipzig scheint nach schwachem Saisonauftakt jüngst die Trendwende geschafft zu haben. Nun gilt es, die positiven Eindrücke und Ergebnisse auch in der Europa League zu bestätigen. RB trifft auf Rosenborg Trondheim (18.55 Uhr MESZ im DW-Liveticker). "Gerade machen wir alle einen guten Job. Deswegen holen wir auch Punkte. Man sieht, dass immer mehr Spieler an ihre Topform herankommen", sagte Mittelfeldspieler Kevin Kampl vor der Partie in Norwegen. Allerdings traten Kampl (erkältet) und der zuletzt so formstarke Spielmacher Emil Forsberg (Adduktorenprobleme) die Reise nach Norwegen am Mittwoch nicht an.

Ein Sieg ist für Leipzig nach der Pleite zum Auftaktgegen den Bruderklub Red Bull Salzburg fast schon Pflicht. Eine zweite Niederlage darf sich das Team von Trainer Ralf Rangnick eigentlich nicht erlauben, sonst wäre das Minimalziel K.o.-Runde schon gefährdet.

to/asz (sid, dpa)

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