Frühere Premierministerin aus Bangladesch wird aus Haft entlassen | Aktuell Asien | DW | 24.03.2020
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Bangladesch

Frühere Premierministerin aus Bangladesch wird aus Haft entlassen

Die Regierung in Bangladesch gibt sich humanitär. Die frühere Ministerpräsidentin Zia soll vorübergehend aus dem Gefängnis entlassen werden. Die 74-Jährige ist schwer krank und soll zuhause behandelt werden.

Bangladesch ARCHIV | Khaleda Zia, ehemalige Premierministerin (picture-alliance/dpa/ANN/The Daily Star)

Die ehemalige Premierministerin Khaleda Zia (Archivbild)

"Die Regierung zeigt ihre Großzügigkeit, wegen ihres (Khaleda Zias) Alters und aus humanitären Gründen", erklärte Justizminister Anisul Huq. Die frühere Ministerpräsidentin verbüßt eine 17-jährige Haftstrafe - unter anderem wegen Korruption und Veruntreuung. Die oppositionelle Nationalistische Partei Bangladeschs, deren Vorsitzende Zia noch immer ist, sieht hinter dem Urteil politische Motive.

Zia ist schwer erkrankt und leidet unter Atemproblemen und chronische Athritis. Zuletzt wurde sie deswegen in der Universitätsklinik in Dhaka behandelt. "Sie wird die weitere Behandlung zuhause bekommen", so Huq. 

Nur vorübergehend

Noch ist unklar, wann Zia tatsächlich aus der Haft kommt - die Entlassung soll für sechs Monate gelten. Huq erklärte, dass das Innenministerium einen entsprechenden Beschluss herausgeben werde. Noch im Februar hatte das Oberste Gericht ein Einlassung Zias abgelehnt, in dem sie die Freilassung beantragt, um sich in Großbritannien medizinisch behandeln zu lassen.

Zia und die derzeitige Regierungschefin Sheikh Hasina pflegen eine erbitterte Feindschaft, die das südasiatische Land immer wieder politisch lähmt. Seit mehr als 25 Jahren wechselten sich die Rivalinnen an der Staatsspitze ab. In den vergangenen Jahren hatte Hasina die Oberhand, sie regiert seit 2009.

fab/kle (ap, dpa,rtr)

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