Flugzeugabsturz im Iran | Aktuell Nahost | DW | 18.02.2018
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Unglück

Flugzeugabsturz im Iran

Noch gibt es nur wenige Informationen über das Unglück der Passagiermaschine im Iran. Klar ist inzwischen aber: Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Das teilte die Fluggesellschaft mit.

Im Landesinneren des Iran ist ein Passagierflugzeug abgestürzt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Fars war die iranische Maschine der Fluglinie Aseman Airlines mit etwa 60 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg vom Flughafen Mehrabad nach Yassudsch im Südwesten. Sie stürzte nahe der Kleinstadt Semirom über einem Gebirge ab, wie die Agentur unter Berufung auf den Chef des Katastrophenschutzes, Pirhossein Kuliwand, meldet. Die Airline teilte mit, alle Menschen an Bord seien ums Leben gekommen. 

480 Kilometer südlich von Teheran

Aseman Airlines ist eine iranische Fluggesellschaft. Die Maschine soll ein Flugzeug des französischen Herstellers ATR gewesen sein. Was die Ursache des Unglücks sein könnte, ist noch unklar. Semirom liegt rund 480 Kilometer südlich von Teheran. Alle Rettungskräfte seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte der Katastrophenschutz-Chef.

Das Unternehmen Aseman Airlines steht nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur auf einer aktuellen Schwarzen Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU-Kommission. Im Iran hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Flugzeugunglücke gegeben, für die häufig der schlechte technische Zustand der Maschinen verantwortlich gemacht wurde. 

Veraltete Maschinen

Viele der Passagierflugzeuge in dem Land, besonders die der kleineren Fluglinien, sind über 40 Jahre alt. Wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomstreit konnte der Iran jahrzehntelang keine neuen Maschinen kaufen. Erst nach dem Atomdeal von 2015 mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland gab es neue Verträge mit Airbus, ATR und auch Boeing. Bisher wurden dem Iran nur ein Dutzend der neuen Maschinen übergeben.

ml/as (dpa, rtr, afp)