Flughafen auf Bali bleibt weiter geschlossen | Aktuell Asien | DW | 28.11.2017
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Indonesien

Flughafen auf Bali bleibt weiter geschlossen

Mit Aschewolken und flüssiger Lava nährt der Vulkan Agung die Furcht vor einem großen Ausbruch. Auch mehrere tausend Deutsche sitzen auf der indonesischen Insel fest.

Wegen des drohenden Vulkanausbruchs auf der indonesischen Ferieninsel Bali bleibt der Flughafen dort den zweiten Tag in Folge geschlossen. Am Flughafen Ngurah Rai werde mindestens bis Mittwochmorgen (Ortszeit) der Betrieb ruhen, teilte der Betreiber mit. Auf den An- und Abflugrouten seien Vulkanasche-Wolken zu erwarten, was die Flugsicherheit gefährde. Hunderte Flüge mussten bereits gestrichen werden. Auf Bali halten sich derzeit auch mindestens 5500 deutsche Urlauber auf.

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Bali: Angst vor Vulkan-Katastrophe

Der Vulkan Agung stößt seit einigen Tagen eine Rauch- und Aschewolke aus, am Montag stieg die Wolke 3400 Meter hoch in den Himmel. Die Behörden riefen deshalb bereits die höchste Warnstufe aus. Die Sperrzone wurde von sieben auf zehn Kilometer im Umkreis des Vulkans erweitert. Die Regierung forderte rund 100.000 Anwohner auf, die Umgebung des Vulkans zu verlassen.

Der Agung liegt 75 Kilometer vom beliebten Urlaubsort Kuta entfernt. Bali lockt jedes Jahr Millionen von Touristen aus aller Welt an. Das Auswärtige Amt in Berlin riet Reisenden, sich mit ihren Fluggesellschaften und Reiseanbietern in Verbindung zu setzen. Auf der Webseite der deutschen Botschaft in Indonesien hieß es, deutschen Staatsangehörigen werde dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Indonesien Ngurah Rai International Airport auf Bali (picture-alliance/dpa/J. Hall)

Leere Abfertigungsschalter am Ngurah Rai International Airport auf Bali

Beim bislang letzten Ausbruch des Vulkans Agung waren 1963 fast 1600 Menschen ums Leben gekommen. Im September war der Vulkan nach über fünfzig Jahren wieder aktiv geworden, schon damals wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. 140.000 Menschen wurden seinerzeit in Sicherheit gebracht. Ende Oktober hatte die Aktivität des Agung vorübergehend wieder abgenommen.

jj/cw (dpa, afp)

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