Finnbogason sorgt für Augsburgs Comeback | Sport | DW | 03.02.2019
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Bundesliga

Finnbogason sorgt für Augsburgs Comeback

Großer Jubel in Augsburg: Gegen Mainz schafft das Team von Trainer Manuel Baum endlich wieder einen Sieg und beendet damit eine Horror-Negativserie. Matchwinner im Schneegestöber ist "Iceman" Alfred Finnbogason.

Mit kleinen Schritten trippelte die kleine Viktoria über den Augsburger Rasen. In ihren Händen hielt sie den Spielball, den Papa Alfred Finnbogason in den vorangegangenen knapp 92 Minuten gleich dreimal im Netz des Gegners aus Mainz untergebracht hatte. Der isländische Stürmer strahlte, nahm seine Tochter auf den Arm und ließ sich von den Augsburger Fans und seinen Mannschaftskollegen ausgiebig feiern.

Da es üblich ist, dass ein dreifacher Torschütze den Spielball mitnehmen darf, war FCA-Trainer Manuel Baum in Sorge. "Ich habe ihn gefragt, ob er zu Hause überhaupt noch Platz hat", berichtete der Coach, der dann Entwarnung gab: "Er hat mir gesagt, dass er noch kein Extrazimmer benötigt."

Bei Dauerschneefall zeigte Finnbogason bemerkenswerte Coolness und auch Feingefühl. Der Torjäger verwandelte erst zwei Handelfmeter in der 8. Minute und in der 34. Minute eiskalt und setzte dann gekonnt mit dem Außenrist in der 54. Minute einen dritten Treffer drauf. Für den Isländer war es der vierte Dreierpack in der Bundesliga, lediglich drei Spieler sind in dieser Statistik besser. Stuttgarts Mario Gomez erzielte gleich zwölfmal drei Tore in einem Spiel, Robert Lewandowski schaffte dieses Kunststück achtmal und Bremens "Oldie" Claudio Pizarro sechsmal.

Baum: "Es ist ein Wahnsinn"

Durch den deutlichen 3:0-Erfolg gegen Mainz verschafften sich die Augsburger ein bisschen Luft im Abstiegskampf. Nach zuletzt zehn Niederlagen in Folge war den Spielern und auch dem Trainer die Erleichterung anzusehen. "Es ist ein Wahnsinn, dass meine Mannschaft nach einer so turbulenten Woche so eine Leistung bringt. Das spricht für den Charakter der Mannschaft", sagte Baum nach dem Schlusspfiff beim TV-Sender Sky.

Deutschland Bundesliga FC Augsburg gegen Mainz 05 | Jens Lehmann (imago/ActionPictures/P. Schatz)

Erfolgreiches Debüt als Co-Trainer in Augsburg: Jens Lehmann (3.v.l.)

Der überzeugende Sieg dürfte auch dem Trainer den Rücken stärken, dessen Position laut Manager Stefan Reuter aber ohnehin nie zur Diskussion stand. Für Neuzugang Jens Lehmann, der an diesem Spieltag zum ersten Mal auf der Trainerbank des FCA Platz nahm, war es ein gelungener Einstand. Der 49-jährige prominente Assistent soll laut Baum "Siegermentalität" und "Erfahrung" einbringen, was zumindest bei seinem ersten Spiel schon einmal gut geklappt hat.

Lebensversicherung Alfred Finnbogason

Neben Lehmann wird es aber besonders auf Alfred Finnbogason im Kampf gegen den Abstieg ankommen. Der Mittelstürmer spielt seit nunmehr fünf Jahren für die Augsburger und hat in dieser Zeit 32 Treffer in 62 Partien erzielt - eine Quote, die sich sehen lassen kann. Und auch in dieser Saison war der 30-Jährige an fast der Hälfte aller Augsburger Tore beteiligt.

Weiter geht es für Finnbogason und seine Mannschaft bereits am Mittwoch im Pokal. Dann heißt der Gegner Holstein Kiel, wo die Augsburger an den aktuellen Erfolg unbedingt anknüpfen wollen. "Das war ein erster Schritt", sagte Trainer Baum. "Aber wir können uns nicht ausruhen und wollen auch im Pokal gegen Holstein Kiel weiterkommen."

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