EZB unzufrieden mit SEPA-Umstellung | Aktuell Wirtschaft | DW | 24.10.2013
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Aktuell Wirtschaft

EZB unzufrieden mit SEPA-Umstellung

Der Countdown läuft. In gut drei Monaten geht das europäische Zahlungssystem SEPA an den Start. Nicht mehr viel Zeit, findet die EZB - doch die Betroffenen haben die Ruhe weg.

Keiner zieht so richtig mit - weshalb EZB-Direktor Benoit Coeure 100 Tage vor der Umstellung auf das neue europäische Überweisungssystem SEPA den Zeigefinger erhob und den Trödlern ins Gewissen redete: "Jeder muss am 1. Februar soweit sein, sonst drohen Störungen bei Zahlungen", sagte er am Donnerstag in Frankfurt.

Coeure ist für die Umstellung zuständig. Vom 1. Februar 2014 an dürfen Banken die Überweisungen und Lastschriften von Firmen und Vereinen nur noch im SEPA-Format bearbeiten.

Doch 100 Tage vor dem Start des einheitlichen europäischen Zahlungssystems sieht Coeure noch großen Handlungsbedarf. Gerade auch in Deutschland läuft die Umstellung schleppend. Viele Firmen wollen ihre Systeme beispielsweise erst in den kommenden Monaten anpassen, manche sogar erst im neuen Jahr. Dadurch wächst die Gefahr, dass es technische Pannen gibt und Liquiditätsengpässe entstehen.

Krisenländer stehen gut da

In Finnland, Luxemburg, Slowenien und der Slowakei ist die Umstellung der EZB zufolge nahezu abgeschlossen. In kleineren Ländern sei die Umstellung allerdings auch weniger komplex als in größeren.

Gute Fortschritte bescheinigten die Währungshüter in ihrem zweiten SEPA-Bericht auch Griechenland, Zypern, Frankreich, Belgien und Spanien.

Nur bei den Verbrauchern kann Coeure gelassen bleiben: Die dürfen getrost weiter bummeln. Erst 2016 müssen sie ihre alte Kontonummer und Bankleitzahl ersetzen - mit einer 22-stelligen Kontonummer.

jw/wen (dpa, rtrd)