Expeditionen zum Mount Everest wieder möglich | DW Reise | DW | 02.03.2016
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Reise

Expeditionen zum Mount Everest wieder möglich

Nepal gibt den Mount Everest für Bergsteiger wieder frei und verlängert Gipfelgenehmigungen um zwei Jahre. Sämtliche Expeditionen zum höchsten Berg der Welt waren nach dem Lawinenunglück 2015 abgesagt worden.

Am Dienstag hat Nepal die für 2015 ausgestellten Genehmigungen zum Besteigen des Mount Everest um zwei Jahre verlängert. Die Verlängerung gelte für alle Touren, die nach der Katastrophe nicht möglich waren, sagte ein Sprecher des Tourismus-Ministeriums. Insgesamt mussten damals 103 Teams mit mehr als 700 Alpinisten ihre Expeditionen absagen. Der Mount Everest war in zwei aufeinanderfolgenden Jahren von Naturkatastrophen heimgesucht worden. 2014 kamen 16 Menschen ums Leben, im Jahr darauf 19.

Der Saisonstart in Nepal steht kurz bevor. Besteigungen des höchsten Bergs der Welt sind in Nepal vor allem von Mitte bis Ende Mai möglich, die Vorbereitungen beginnen schon Monate im Voraus. Eine Gipfelgenehmigung kostet pro Bergsteiger umgerechnet etwa 10.000 Euro. Jene Mount Everest-Bergsteiger, die im vergangenen Jahr nicht zum Zuge kamen, können nun in diesem oder im nächsten Jahr einen neuen Gipfelversuch starten, ohne die Gebühr erneut bezahlen zu müssen.

Ang Tshering von der Nepal Mountaineering Association begrüßt diesen Schritt. "Hoffentlich bringt das die Bergsteiger zurück zum Everest," sagte Ang Tshering. Nepal sorgte sich nach den Unglücken von 2014 und 2015 um das für Nepal bedeutende Geschäft mit den Touristen, die vor allem wegen der spektakulären Bergwelt des Himalaya kommen.

Seit der Erstbesteigung des Mount Everest durch den Neuseeländer Edmund Hillary und seinem Sherpa Tenzing Norgay 1953 wurde der höchste Berg der Welt von Tausenden Bergsteigern bezwungen. 2015 stand zum ersten Mal seit Jahrzehnten niemand am Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest.

at / ks (dap, ape)