Ex-CIA-Mann wegen Spionage angeklagt | Aktuell Amerika | DW | 18.08.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Geheimdienste

Ex-CIA-Mann wegen Spionage angeklagt

Ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA und Sprachexperte der Bundespolizei FBI soll mehrfach vertrauliche Daten und Dokumente an China weitergegeben haben. Nun droht ihm lebenslange Haft.

Die US-Behörden haben einen früheren Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA wegen mutmaßlicher Spionage für China angeklagt, wie das Justizministerium in Washington mitteilte. Alexander Yuk Ching Ma soll dabei mit einem Angehörigen zusammengearbeitet haben, der früher ebenfalls bei der CIA tätig war. Am Freitag wurde Ma im Bundesstaat Hawaii festgenommen. Ihm droht eine lebenslange Haft.

Ma ist eingebürgerter US-Staatsbürger und stammt ursprünglich aus Hongkong. Nach einer Sicherheitsprüfung habe er von 1982 bis 1989 für die CIA gearbeitet, so das US-Justizministerium weiter. Dann sei er nach Schanghai gezogen, bevor er 2001 nach Hawaii gekommen sei. Im gleichen Jahr hätten er und sein Komplize bei einem Treffen in Hongkong erstmals Geheiminformationen gegen Bezahlung weitergegeben. Laut Anklageschrift belegt ein Video des Treffens die Anschuldigungen. Auch sei darauf zu sehen, wie Ma 50.000 Dollar in bar erhalten habe.

Hongkong Victoria Harbour | Aussichtsplattform

Treffpunkt Hongkong: Hier soll Ma unter anderem Infos über Kommunikationswege der CIA preisgegeben haben

"Secret"

2004 habe der Angeklagte als Sprachexperte beim FBI in Honolulu angeheuert, heißt es. In den folgenden sechs Jahren habe er regelmäßig offizielle Dokumente, darunter einige mit der Aufschrift "Secret", kopiert oder gestohlen - und diese nach China gebracht. Von dort sei er mit Tausenden Dollar Bargeld und teuren Geschenken zurückgekehrt.

Schon 2019 soll der Beschuldigte gegenüber einem verdeckten Ermittler des FBI - den er wohl für einen chinesischen Geheimagenten hielt - seine Spionagetätigkeit zugegeben haben. Wenige Tage vor seiner Festnahme habe er bei einem weiteren Treffen mit einem verdeckten Ermittler Geld für seine frühere Geheimdiensttätigkeit angenommen und seine Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, der chinesische Regierung weiter Informationen zu liefern.

wa/ack (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema

Anzeige