EuroLeague: Keine Basketball-Spiele gegen russische Klubs | Sport | DW | 25.02.2022
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Basketball

EuroLeague: Keine Basketball-Spiele gegen russische Klubs

Wegen des russischen Einmarschs in der Ukraine ist auch die EuroLeague-Partie des Basketball-Bundesligisten FC Bayern verschoben worden. Nach Ansicht des Klubs und der Fans war die Entscheidung alternativlos.

Basketball EuroLeague | FC Bayern vs ZSKA Moskau | Leere in und um den Audi Dome

Kein Basketball-Europa-League-Spiel gegen Moskau: Die Halle in München blieb leer

"An diesem traurigen Tag war es sehr schwierig, sich auf ein Spiel zu konzentrieren", sagte Marko Pesic, Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten FC Bayern München, der DW. "Ich denke, es war die richtige Entscheidung, nicht zu spielen." Eigentlich hatte das Bayern-Team am Donnerstagabend in der EuroLeague sein Heimspiel gegen ZSKA Moskau austragen sollen. Doch wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde die Partie auf unbestimmte Zeit verschoben.

Unterstützung kam auch von den Fans. "Es ist sehr schwierig - normalerweise sollte der Sport neutral bleiben", sagte Claudia Zirngibl, Vorsitzende von BIGREDS, dem einzigen offiziellen Basketball-Fanklub des FC Bayern, im Gespräch mit der DW. "Aber das ist eine ganz besondere Situation. Viele Menschen sind im Moment sehr verängstigt. Und es ist nicht der richtige Zeitpunkt, unsere Aufmerksamkeit auf den Sport zu richten, wenn es wichtigere Dinge gibt."

BIGREDS stehe einstimmig hinter der Entscheidung des Vereins. Manche Anhänger hätten sogar mit einem Boykott gedroht, sollten die Bayern gegen Moskau antreten, so Zirngibl: "Einige sagten: 'Wenn die Bayern hier nicht ein klares Zeichen setzen, besuche ich in Zukunft keine Spiele des Vereins mehr.'"

In der Basketball-EuroLeague spielen 18 Vereine aus zehn Ländern, darunter die russischen Klubs ZSKA Moskau, UNICS Kazan und Zenit St. Petersburg. Alle drei für Donnerstag angesetzten Spiele mit russischer Beteiligung wurden verschoben, die übrigen Partien wie geplant ausgetragen. Der ukrainische Schiedsrichter Boris Ryzhik, der das Spiel von Olympiakos Piräus gegen Olimpia Mailand leitete, hielt vor dem Anpfiff einen Zettel mit der Aufschrift "Stoppt den Krieg" in die Kameras.

Pesic: "Gutes Verhältnis zu ZSKA Moskau"

Der ehemalige Bundesligaspieler Pesic stellte klar, dass sich die Entscheidung für die Spielabsage am Donnerstag nicht gegen den sportlichen Gegner gerichtet habe. "Wir haben ein gutes Verhältnis zu ZSKA Moskau", sagte Pesic. "Die Spieler und Trainer des Vereins haben nichts mit der Situation zu tun, das möchte ich ganz klar sagen."

Der Fernsehsender "Magenta TV" hatte bereits vor der Absage angekündigt, das Spiel nicht zu übertragen. Michael Schuld, Chef des Senders, bat die Zuschauer via Twitter um Verständnis: "Heute ist ein trauriger Tag für Europa."

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen adaptiert.

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