Etliche Tote bei Explosion in Krankenhaus in Teheran | Aktuell Nahost | DW | 30.06.2020
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Iran

Etliche Tote bei Explosion in Krankenhaus in Teheran

Bei einer gewaltigen Explosion und einem anschließenden Brand in einem Teheraner Krankenhaus sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr vermutet als Ursache Gas-Kanister, die in Brand gerieten.

Unter den Todesopfern seien 15 Frauen, meldet die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf die Rettungsdienste. Sechs Verletzte schwebten in Lebensgefahr und seien umgehend in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Nach Angaben des Staatsfernsehens wurden mehrere Gebäude in der Nachbarschaft der fünfstöckigen Sina Atthar Klinik, die im Norden der Hauptstadt liegt, von der Wucht der Detonation beschädigt.

Die Explosion sei von Gas-Kanistern ausgelöst worden, die im Keller des Krankenhauses in Brand geraten seien, sagte Feuerwehrsprecher Dschalal Maleki im Fernsehen. Einige der Opfer waren demnach gerade in den Operationssälen. Sie seien durch die Hitze und den dichten Rauch gestorben. Nach Angaben Malekis war der Brand nach rund zwei Stunden gelöscht. Die Feuerwehr suchte danach mit Hilfe von Spürhunden nach zusätzlichen Opfern und entdeckte dabei weitere Leichen. In der Klinik soll es mehrere Arztpraxen, Radiologie-Abteilungen sowie eine große Apotheke geben, die auch bis spätabends noch geöffnet sind.

Iran Explosion und Feuer in eine Klinik in Nord Teheran (FARS)

Rettungskräfte bringen einen Verletzten in Sicherheit

Explosion bei Parchin

Erst vor wenigen Tagen war die iranische Hauptstadt von einer Explosion in der Nähe der Militäranlage von Parchin erschüttert worden. Das Verteidigungsministerium machte undichte Gastanks für das Unglück verantwortlich, bei dem nach seinen Angaben aber niemand zu Schaden kam.

Der Iran stand in der Vergangenheit unter Verdacht, in Parchin militärische Tests vorzunehmen, die womöglich zu einem Programm für die Entwicklung von Atomwaffen gehörten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) drang deshalb 2015 auf eine Überprüfung vor Ort. Die iranische Führung lehnte dies zunächst ab, später durfte jedoch der damalige IAEA-Chef Yukiya Amano die Anlage inspizieren.

kle/wa (afp, dpa, rtre, ape)