Erdöl: Klimaschädlich, aber überall | Wissen & Umwelt | DW | 03.08.2018
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Wissen & Umwelt

Erdöl: Klimaschädlich, aber überall

Die Förderung von Erdöl ist kostspielig und schlecht für die Umwelt. Der Stoff ist allerdings in so vielen Alltagsprodukten "versteckt", dass ein Leben ohne Erdöl in Industriestaaten unvorstellbar wäre.

Erdöl ist Millionen Jahre alt. Es entstand durch langwierige Verrottungs- und Umbauprozesse aus toten Organismen in der Erdkruste. Seit der Industriellen Revolution hat es sich zum wichtigsten Energieträger entwickelt. Es treibt die Motoren von Autos, Flugzeugen und Rasenmähern an, wärmt Heizungen auf, setzt dabei allerdings klimaschädliches CO2 frei. Erdöl bildet die Basis für Kunststoffe und Farben und steckt in Medikamenten und Kosmetika. 

Das Stoffgemisch wird durch Bohrung aus der Erdoberfläche gefördert. Doch die Lagerstätten sind endlich und zunehmend schwer zugänglich. Der Rohstoffabbau wird immer komplexer und kostenaufwendiger. Ein Großteil liegt unter Salzschichten, bis zu 7.000 Metern unter der Erdoberfläche oder am Meeresgrund.

Von den Fundorten in Saudi-Arabien, Russland, den USA, Nigeria, Iran und anderen Staaten bis zu den Ölraffinerien in den Industriemetropolen wird das kostbare Gut tausende Kilometer weit transportiert, in Spezialtankern über die Meere, durch Offshore-Pipelines am Meeresboden oder via Pipelines auf dem Landweg.

Das ursprüngliche Rohöl besteht aus mehr als 500 Komponenten, darunter Kohlenwasserstoffen, Napthensäuren, Phenole, Harze, Aldehyde und organische Schwefel-Verbindungen. In den Raffinerien werden die unterschiedlichen Verbindungen des Gemisches getrennt, ehe sie der weiteren Bestimmung zugeführt werden.

Ohne den fossilen Rohstoff gäbe es viele Produkte nicht. Ein Leben ohne Produkte auf Erdölbasis ist daher in der industriellen Gesellschaft kaum vorstellbar. 

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