Er konnte Kennedy nicht retten: Leibwächter Hill ist tot
25. Februar 2025
Der Secret Service, der für die Sicherheit der US-Präsidenten zuständig ist, teilte mit, dass Clint Hill in seinem Haus in Kalifornien gestorben sei. Die Behörde lobte in ihrer Erklärung die "standhafte Hingabe" und den "außerordentlichen Dienst", den Hill für John F. Kennedy, dessen Familie sowie vier weitere US-Präsidenten geleistet habe.
Im offenen Wagen trafen Kennedy die tödlichen Schüsse
Hill hatte zu den Leibwächtern der damaligen First Lady Jacqueline Kennedy gehört, als John F. Kennedy am 22. November 1963 im texanischen Dallas während einer Autofahrt mit offenem Verdeck erschossen wurde. Hill, der im Auto hinter der Präsidentenlimousine fuhr, sprang auf den Kofferraum von Kennedys Wagen, um den Präsidenten und seine Frau vor den Kugeln abzuschirmen. Allerdings war der Präsident bereits tödlich getroffen worden.
"Wenn ich nur ein bisschen schneller reagiert hätte", sagte Hill später auf CBS in seinem ersten Interview über das Kennedy-Attentat. "Ich werde damit bis zu meinem Tod leben müssen." Der tragische Moment in Dallas ist in einem Agenturfoto festgehalten. Darauf ist zu sehen, wie Hill auf den Kofferraum der Präsidentenmaschine springt.
Im Dienst von fünf Präsidenten
Hill schied 1975 im Alter von 43 Jahren aus dem Secret Service aus. Danach schrieb er mehrere Bücher, darunter "Five Days in November" (Fünf Tage im November). Es befasst sich mit der Ermordung von John F. Kennedy. Dieses Ereignis habe sich "in meinen Geist und meine Seele eingebrannt", schilderte Hill. "Innerhalb eines Wimpernschlags änderte sich alles", schrieb er. "Diese Tage bleiben der bestimmende Zeitabschnitt meines Lebens."
In seinem Buch "Five Presidents" ließ Hill seine Arbeit als Leibwächter der fünf Präsidenten Dwight Eisenhower, John F. Kennedy, Lyndon Johnson, Richard Nixon und Gerald Ford Revue passieren.
John F. Kennedy war der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der 1917 geborene Politiker der Demokratischen Partei war von 1961 bis zu seiner Ermordung 1963 US-Präsident. In Deutschland wurde er unter anderem durch seine Berliner Rede bekannt und den berühmt gewordenen Satz: "Ich bin ein Berliner".
haz/sti (afp, rtr)