England im Royal-Fieber: Prinz Louis wird getauft | Lebensart | DW | 08.07.2018
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Royal Family

England im Royal-Fieber: Prinz Louis wird getauft

Seit Prinz Harry und Meghan Markle sich das Ja-Wort gaben, ist das englische Königshaus Dauerthema in der Boulevardpresse. Das gilt natürlich auch für das Royal Baby Louis, den jüngsten Sohn von William und Kate.

"Ich taufe dich auf den Namen Louis Arthur Charles." Das wird der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, am Montagnachmittag wohl zu dem kleinen, drei Monate alten Prinzen sagen. So weit, so erwartbar. Aber das ist ja längst nicht alles. Seit dem weltweit medial verbreiteten Spektakel rund um die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle ist Großbritannien schließlich wieder so richtig im Royals-Fieber. Und so beschäftigen sich die britischen Boulevardmedien schon seit Wochen mit den wichtigsten Fragen rund um die anstehende Taufe.

Besonders wichtig, natürlich: "Was wird die Herzogin von Cambridge zur Taufe tragen?" fragte das Promimagazin "OK!" und glaubte, Hinweise auf das Outfit der Täuflingsmutter aus ihren vorherigen festlichen Kirchenbesuchen herauslesen zu können. Ergebnis: Sie wird vermutlich ein knielanges Kostüm oder Kleid tragen, schlicht, aber hübsch, in einem hellen Zitronenton oder Cremeweiß. 

Klar ist dagegen schon, was der kleine Louis, geboren am 23. April, tragen wird: Nämlich das Taufkleid, das alle Babies der Windsors tragen. Es ist eine exakte Kopie des Kleides, das Prinzessin Victoria, die Tochter von Queen Victoria und Prinz Albert, 1841 geziert hat.

Kostbares Taufbecken

Da Louis in derselben Kapelle getauft werden wird wie 2013 sein mittlerweile vierjähriger Bruder George, nämlich in der Königlichen Kapelle des St. James Palastes in London, seine ältere Schwester, die dreijährige Charlotte damals aber in einer normalen Kirche in Sandringham mit dem geweihten Wasser benetzt wurde, fragte der "Daily Express" in großen Lettern, was dafür wohl der Grund sein könnte. Ergebnis (wenig spektakulär): William und Kate wohnten damals ganz einfach in der Nähe der Kirche.

Immerhin wurde auch Charlottes königliches Köpfchen damals über dasselbe überaus wertvolle Taufbecken gehalten wie nun Louis': Es ist rund 11.000 Pfund wert (etwa 12.500 Euro) und aus etwa zehn Kilo vergoldetem Silber gearbeitet, verziert mit Lilien, Efeu und Cherubinen.

UK Royal Baby (Reuters/J. Stillwell)

Der kleine Prinz mit seinen Eltern, Prinz William und Herzogin Kate, am Tag seiner Geburt

Nächste Frage des "Daily Express": "Werden wir eine weitere öffentliche Taufe wie bei Prinzessin Eugenie sehen?" Prinzessin Eugenie, Tochter von Prinz Andrew, war vor 28 Jahren als erstes und bisher einziges Mitglied der Royal Familie öffentlich getauft worden. Die Chancen, dass der kleine Louis auf ähnliche Weise in die Gemeinschaft der anglikanischen Kirche aufgenommen werden könnte, sah ein ehemaliger Butler allerdings als eher gering an.

Wer sind die Taufpaten?

Wer also darf dabei sein? Auch darüber wurde mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit spekuliert. Das Gesellschaftsportal "Romper" fasst zusammen: Prinz Charles als Großvater samt seiner Frau Camilla, höchstwahrscheinlich die Queen selbst, dazu wohl Harry und Meghan - obwohl sie am darauffolgenden Tag einen Flug nach Irland geplant haben - was in Großbritannien offenbar als Fernreise gilt. Außerdem die gesamte Middleton-Familie auf Kates Seite. Für Prinz Philip, den 97-jährigen Ehemann der Queen, könnte die Zeremonie möglicherweise zu anstrengend sein.

Royal Baby Prinz Louis (picture-alliance/AP Photo/Duchess of Cambridge/Kensington Palace)

Kuss von der großen Schwester: Prinzessin Charlotte mit Louis

Wer die Taufpaten sein werden, das wird der Palast erst am Tage selbst verkünden. Auch hier fröhliches Raten. "Hello! Magazine" gibt Tiggy Legge-Bourke, Williams ehemaligem Kindermädchen, und Miguel Head, seinem früheren Privatsekretär, gute Chancen. Die Radiostation "heart" tippt dagegen auf David Jardine-Paterson, ein Schulfreund Williams, dessen Frau Emilia die Patentante von Prinz George ist. 

Fragen über Fragen. Immerhin fasst "Romper" zusammen, was wohl für alle Royalisten feststeht: "Die Welt kann es kaum erwarten, den kleinen Prinz Louis am 9. Juli wiederzusehen."

Andere royale Babys standen früher übrigens auch schon im Mittelpunkt des Interesses, wie unsere Bildergalerie zeigt.  


 

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