Elfenbeinküste müht sich zum Auftaktsieg | Sport | DW | 24.06.2019
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Afrika Cup 2019, Vorrunde

Elfenbeinküste müht sich zum Auftaktsieg

Die Elfenbeinküste ist mit einem knappen Sieg in den Afrika Cup 2019 gestartet. Angola erkämpft sich ein verdientes Remis gegen Favorit Tunesien. Mali startet mit einem souveränen Erfolg in das Turnier.

Es war ein hartes Stück Arbeit, am Ende stand ein verdientes 1:0 (0:0) für die Elfenbeinküste gegen Südafrika. Damit ist den Ivorern am Montag ein optimaler Start in der Gruppe D des Afrika Cups 2019 gelungen.

In einer von Taktik und Zurückhaltung geprägten ersten Hälfte war es die Elfenbeinküste, die kurz nach Beginn die erste nennenswerte Torannäherung zustande brachte. Max Gradel flankte nach elf Minuten von der linken Seite, Angreifer Jonathan Kodija versuchte, einen Kopfball anzusetzen, erreichte den Ball aber nicht. Die Partie verflachte in der Folge, das Tempo beider Teams in der ägyptischen Nachmittagshitze im Stadion von Kairo (38 Grad) war überschaubar. 

Kodija vergibt größte Chance

Die Südafrikaner entwickelten über lange Zeit kaum Ambitionen, Druck auf das gegnerische Tor auszuüben. Nach 25 Minuten dann aber doch die erste Chance für "Bafana Bafana": Nach einer Ecke kam S'fiso Hlanti an der linken Strafraumseite an den Ball, flankte in die Torraum-Mitte, wo sich Thulani Hlatshwayo hochschraubte und den Ball mit der Stirn neben das Tor bugsierte.  

Doch die Elfenbeinküste antwortete umgehend. Erst schlenzte Pépé einen Freistoß von der Strafraumlinie an die Querlatte. Kurz darauf dann die größte Tormöglichkeit der ersten Hälfte (32 Min.): Erneut war es Kodija nach einem eklatanten Abwehrfehler der Südafrikaner. Aber der Ivorer scheiterte mit seinem Schuss allein vor Torhüter Ronwen Williams. 

Beide Teams brauchten nach der Pause eine längere Anlaufzeit, um wieder auf Touren zu kommen. Die Elfenbeinküste war es, die ihre erste Chance im zweiten Durchgang nutzte. Nach einem Konter bediente Gradel den in der Mitte völlig freistehenden Kodija, der dieses Mal aus kurzer Distanz zum 1:0 (64.) traf. Die Südafrikaner versuchten in der Folge zwar das Tempo zu erhöhen und zum Ausgleich zu kommen. Doch zu einem Treffer sollte es gegen die kompakt verteidigenden Ivorer nicht mehr reichen. 

TUNESIEN - ANGOLA 1:1  (1:0)   

Angolas Fredy Kulembe (Mitte) lässt Tunesiens Wajdi Kechrid (r.) stehen (Getty Images/AFP/F. Senna)

Angolas Fredy Kulembe (Mitte) lässt Tunesiens Wajdi Kechrid (r.) stehen

Der Nationalmannschaft von Angola gelang zum Auftakt der Gruppe E eine Überraschung. Die Mannschaft von Trainer Srdjan Vasiljevic erspielte sich im Army Stadium von Suez mit einer starken kämpferischen Leistung ein 1:1 (1:0) gegen den Favoriten Tunesien. 

Lange hatte es danach ausgesehen, dass sich Tunesien gegen den Außenseiter vollends die Zähne ausbeißen würde. Die Angolaner verteidigten vehement und ließen den Favoriten kaum Luft zum Atmen. Und immer dann, wenn sich die Gelegenheit ergab, versuchte es Angola mit schnellen Kontern. Aber egal ob Wilson, Eduardo oder Djalma versuchten, einen Treffer zu erzielen, wirklich torgefährlich waren sie nicht.

Mskani erzielt Führung für Tunesien

Ein einziger Geistesblitz genügte Tunesien, um die Führung zu erzielen. Nach einem Konter wurde Naïm Sliti nach einer geschickten Körpertäuschung von Paízo im Strafraum mit einer missglückten Grätsche von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Youssef Msakni zum bis dahin schmeichelhaften 1:0 (34.). In der Folge versuchten die Angolaner alles, um schnellstmöglich den Ausgleich zu erzielen, aber ihnen fehlte zunächst die nötige Genauigkeit und Durchsetzungsfähigkeit. 

Auch im zweiten Durchgang glaubten die Angolaner weiter an ihre Chance und versuchten es immer und immer wieder. Und als es schon aussah, dass ihnen langsam die Kraft ausgehen würde, erzielten sie doch noch den verdienten Ausgleich: Einen Flachschuss von Mateus ließ Tunesiens Torhüter Farouk Ben Mustapha nach vorne abklatschen, Djalma war zur Stelle und verwandelte aus kurzer Distanz zum 1:1 (74.). In der Schlussphase versuchten beide Teams, noch den Siegtreffer zu erzielen, nutzten ihre Möglichkeiten aber nicht.  

MALI - MAURETANIEN 4:1 (2:0)

Malis Lassana Coulibaly (l.) im Zweikampf mit Mauretaniens Moctar El Hacen (r.) (Getty Images/AFP/F. Senna)

Malis Lassana Coulibaly (l.) im Zweikampf mit Mauretaniens Moctar El Hacen (r.)

Mali hat mit einem ungefährdeten 4:1 (2:0) gegen Mauretanien die Führung in der Gruppe E übernommen. Nach einem zunächst ausgeglichenen Spiel in Suez riss Mali das Spiel an sich und ging durch eine starke Einzelleistung von Abdoulay Diaby (37.) in Führung. Der Offensivspieler ließ gleich mehrere Gegenspieler stehen und verwandelte mit einem gezielten Schuss ins obere Eck.

Nur acht Minuten später bekam Mali einen Elfmeter nach einem Foulspiel von Brahim Souleymane zugesprochen. Moussa Marega verwandelte sicher zum 2:0. Die Überlegenheit von Mali erhöhte sich von Minute zu Minute.

Zehn Minuten nach Wiederbeginn erzielte Mittelfeldspieler Adama Traoré die Vorentscheidung zum 3:0 (55.). Mauretanien verkürzte zwar noch durch einen Foulelfmeter, den Moctar El Hacen verwandelte (72.). Doch fast im Gegenzug stellte Traoré mit einem Distanzschuss das 4:1 (74.) und damit den alten Abstand wieder her. 

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