DW Gesundheits-News: Grüner Tee gut, Alkohol schlecht | Wissen & Umwelt | DW | 07.06.2018
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DW GESUNDHEITS-NEWS

DW Gesundheits-News: Grüner Tee gut, Alkohol schlecht

Alkoholverzicht verringert Krebsrisiko stark +++ Wer schneller geht, lebt länger +++ Hier weitere Gesundheits-News der Woche im Überblick!

Grüner Tee schützt das Herz

Er entspannt, senkt den Blutdruck und unterstützt das Immunsystem: Grüntee kann viel. Sogar vor Arteriosklerose schützen. Forscher der Universitäten Lancaster und Leeds in England fanden heraus, dass ein im Grüntee vorhandener Stoff mit Namen Epigallocatechin-3-gallat (EGCG) vor Arteriosklerose schützen kann.

Zusammen mit dem Medikament Heparin, kann EGCG ein Protein abbauen, das auf den Ablagerungen sitzt und die Blutgefäße somit noch mehr verstopft. Heparin und EGCG können so die Blutgefäße von den gefährlichen Ablagerungen befreien.

Arteriosklerose ist die häufigste Ursache von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Bei einer Arteriosklerose bilden sich in den Gefäßen Ablagerungen, die den Blutfluss einschränken und das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöhen. Die Forscher hoffen nun, dass ihre Ergebnisse helfen können, neue Medikamente gegen Herzkreislauferkrankungen zu entwickeln. Also ab und zu grünen Tee trinken - ist gut für die Gesundheit.

 

Lauf schneller, lebe länger

Wer zügig geht, kann das Risiko an einer Herzkreislauferkrankung zu sterben, drastisch verringern. Es reicht schon aus, mit einer Geschwindigkeit von fünf bis sieben Kilometern pro Stunde zu gehen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, in der die Laufdaten von 50,000 Menschen analysiert wurden. Die Forscher teilten die Daten in drei Geschwindigkeiten auf - langsam, durchschnittlich, zügig – und verglichen sie mit Sterblichkeitsdaten. Das Ergebnis: Menschen, die durchschnittlich schnell und zügig laufen, haben ein über 20 Prozent geringeres Risiko an einer Herzkreislauferkrankung zu sterben.

Vor allem für ältere Menschen ist ein schneller Gang gesund: Ältere Menschen, die durchschnittlich Schnell gingen, hatten ein 46 Prozent geringeres Risiko an einer Herzkreislauferkrankung zu sterben; ältere Menschen, die zügig gingen, sogar ein 53 Prozent geringeres Risiko. Also, beim nächsten Spaziergang, lauf ein bisschen schneller. Wer außer Atem kommt und etwas schwitzt macht genau das Richtige. 

 

Ein Superfood, das gar nicht so super ist!

Als Superfood verkauft, als aufhellende Zahnpasta vermarktet und als Wundercreme beworben – Aktivkohle ist das Lifestyle-Produkt schlechthin. Doch ganz so super ist sie dann doch nicht. Ursprünglich wird Aktivkohle als Medikament gegen Vergiftungen eingesetzt, weil sie toxische Substanzen im Darm binden kann.

Diese Bindungseigenschaft ist auch der Grund, weshalb Aktivkohle als „Detox-Wundermittel" vertrieben wird. Doch es gibt einen Haken: Aktivkohle bindet nicht nur Gifte, sondern reduziert auch die Wirkung von Medikamenten, wenn sie zum Beispiel zusammen mit einem Aktivkohle-Smoothie eingenommen werden. Auch Aktivkohle Zahnpasta ist nicht so wirkungsvoll, wie angepriesen. Sie macht weder die Zähne weiß, noch schützt sie vor schädlichen Bakterien. Sie kann sogar den Zahnschmelz zerstören, also eher Schaden anrichten.

Untersuchungen von Kosmetikprodukten mit Aktivkohle zeigten, dass sie krebserregende Stoffe, wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten können. Also, vielleicht ist es besser die ganz normalen Fruchtsmoothies zu trinken und normale Zahnpasta und Hautcremes zu benutzen.

 

Aktivkohle Brot Superfood (Colourbox)

Aktivkohle ist das Lifestyle-Produkt schlechthin. Doch so super sie es gar nicht!

Fett ist nicht gleich Fett

Wenn jemand auf der nächsten Party mal wieder „Fett" verallgemeinert, kannst Du ihn sofort unterbrechen. Denn es gibt verschiedene Arten von Fett, manche sind gut, andere nicht so gut. Fangen wir mit den Bösewichten an: gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren. Gesättigte Fettsäuren sind in rotem, fettigem Fleisch, Wurst und Vollmilchprodukten zu finden. Sie können die Blutfettwerte erhöhen und den Gefäßen schaden, was das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöht. Man kann sie zwar essen, doch besser nur in Maßen.

Transfettsäuren gehören zu den gesättigten Fettsäuren. Sie entstehen bei der industriellen Lebensmittelherstellung und sind deswegen in Chips, Pommes, Süßigkeiten und Fertiggerichten enthalten. Besser sind ungesättigte Fettsäuren, die halten das Herzkreislaufsystem gesund. Es gibt sie in pflanzlichen Fetten, also in Nüssen, Avocados und Ölen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können fast gar nicht vom Körper selbst produziert werden, sodass sie auf den Speiseplan sollten: Hering oder Lachs, Rapsöl oder Leinöl. Sie enthalten viel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

 

Wenn Alkohol, dann wenigstens wenig davon

Wir wissen alle, dass Alkohol der Gesundheit schadet. Aber wir trinken ihn trotzdem. Doch nun haben Forscher in England die erste Studie veröffentlicht, in der gezeigt wird, dass nur ein Monat ohne Alkohol wie ein Urlaub für die Gesundheit ist. Die Studie untersuchte mehr als 140 Menschen, die regelmäßig moderat bis viel tranken. 94 von ihnen, blieben einen Monat trocken und die anderen tranken weiter.

Das beeindruckende Ergebnis: Nach einem Monat der Abstinenz, fiel das Diabetesrisiko um 26 Prozent. Auch die Leber wurde gesünder, die Cholesterinwerte und der Blutdruck sanken, und die Probanden nahmen sogar ab.

Am überraschendsten fanden die Forscher, dass die Werte zweier Risiko-Wachstumsfaktoren, die mit Krebs in Verbindung gebracht werden, stark fielen. Der eine fiel um 41 Prozent, der andere sogar um 74 Prozent. Die Forscher wissen nicht, wie lange dieser positive Effekt anhält, doch ihre Studie zeigt, wie wichtig es ist weniger oder gar nicht zu trinken!

 

Zitronengras-Eistee: Gesund und Erfrischend!

Zitronengras gibt es in der asiatischen Küche, denn es kommt ursprünglich aus Sri Lanka und Süd-Indien. Für die Gesundheit ist Zitronengras super: Es enthält Inhaltsstoffe, die entzündungshemmend wirken und Infektionen verhindern können.

Sein Duft wirkt entspannend und hilft gegen Stress; und außerdem unterstützt Zitronengras die Verdauung. An heißen Sommertagen, empfiehlt sich Zitronengras-Eistee: Einige Stängel Zitronengras, etwas Honig, frische Minze und eine Zitrone. Das Zitronengras in kleine Stücke schneiden und mit 500 Milliliter kochendem Wasser aufgießen. Riecht gut, oder? Der Zitronengrastee muss mindestens zehn Minuten ziehen. Je länger, desto intensiver schmeckt später der Eistee. Danach wird der Tee durch ein Sieb in ein neues Gefäß gegossen - etwas Honig dazu, frische Minze und Zitronenscheiben. Der Eistee gehört in den Kühlschrank. Viel Spaß mit der Erfrischung!

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