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"Driving Home For Christmas": Sänger Chris Rea ist tot

22. Dezember 2025

Der britische Sänger und Gitarrist Chris Rea ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Mit Songs wie "Driving Home for Christmas" und "The Road to Hell" prägte er über Jahrzehnte die internationale Musik.

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Chris Rea bei einem Tourauftritt in Berlin im Jahr 2017
Chris Rea bei einem Tourauftritt in Berlin im Jahr 2017Bild: Ben Kriemann/POP-EYE/IMAGO

Der britische Sänger und Gitarrist Chris Rea starb am Montag nach kurzer Krankheit im Alter von 74 Jahren, wie ein Sprecher der Familie dem britischen Sender BBC mitteilte. "Mit großer Trauer geben wir den Tod unseres geliebten Chris bekannt", erklärte die Familie. Eines der bekanntesten Werke des Musikers läuft dieser Tage in Dauerschleife im Radio: 1986 nahm Rea den Song "Driving Home for Christmas" auf.

Geboren wurde der Künstler am 4. März 1951 in Middlesbrough. Er stammte aus einer italienisch-irischen Arbeiterfamilie. Erst mit knapp 20 Jahren begann Rea, Gitarre zu spielen, obwohl er lange von einer Karriere als Filmmusiker geträumt hatte. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1978 in den USA mit der Single "Fool If You Think It's Over".

In den 1980er Jahren machte er sich mit Titeln wie "Josephine" auch in Deutschland und Europa einen Namen. In seiner Heimat Großbritannien erreichte er die Charts jedoch erst 1989 mit dem Album "The Road to Hell", später auch mit "Auberge". Insgesamt verkaufte der introvertierte Blues- und Rockstar nahezu 30 Millionen Platten weltweit.

Rea litt an Krebserkrankung

Im Frühjahr 2000 wurde bei Rea Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. In einer 16-stündigen Operation in Deutschland mussten ihm die Bauchspeicheldrüse sowie Teile des Magens entfernt werden. Seine offizielle Abschiedstour gab Chris Rea daher bereits 2006 mit der "Road To Hell and Back Farewell"-Tour.

Seither konnte Rea nur mithilfe von Tabletten und täglichen Insulinspritzen überleben. Auf ausgedehnte Tourneen musste er jahrelang verzichten. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Malerei und nahm Bluesmusik im eigenen Studio auf. Das Projekt "Blue Guitars" aus dem Jahr 2005 umfasste nicht weniger als elf CDs sowie ein begleitendes Buch mit seinen eigenen Gemälden.

Im Dezember 2016 erlitt Rea einen Schlaganfall, von dem er sich nur langsam erholte. Ein Jahr später ging er mit seinem Album "Road Songs for Lovers" erneut auf Tour und brach in Oxford auf der Bühne zusammen. Der Musiker hinterlässt seine Ehefrau Joan sowie zwei erwachsene Töchter.

pgr/hf (dpa, afp)