Die Hightech-Polizei | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 27.05.2019
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Nahaufnahme

Die Hightech-Polizei

Die Polizei verwendet bei ihrer Arbeit Hightech-Methoden. Ob Tatortvermessung mit 3D, Gefährder-Suche durch "Super-Recogniser" oder Leichenschau mittels "Virtopsy" - keine Science Fiction, sondern Realität bei der Polizei.

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Die Tatortvermessung mit 3D-Technik erlaubt es den Ermittlern den Tatort mit "Virtual Reality"-Brillen immer wieder zu begehen. Kein Detail wird vergessen, der Tatort bleibt auf ewig erhalten. In Niedersachsen werden Einbrüche mithilfe einer speziellen Software vorhergesehen. Sie errechnet durch statistische Verfahren, wo und wann die Gefahr eines Einbruchs besonders hoch ist. Die Beamten gehen in den Gebieten verstärkt auf Streife und achten genau auf Ungewöhnliches: ein verdächtiges Auto mit ortsfremdem Kennzeichen in einem Wohngebiet? Die Polizisten kontrollieren den Fahrer und versuchen so, Einbrüche zu verhindern, bevor sie passieren. Die Münchner Polizei setzt auf so genannte "Super-Recogniser", Menschen mit der Fähigkeit, sich Gesichter besonders gut einprägen zu können. Oft sind sie besser als technische Gesichtserkennungsverfahren. 30 Münchner Beamte arbeiten als "Super-Recogniser". Sie finden "Gefährder" in Menschenmengen und Gesuchte auf Kamerabildern oder identifizieren Personen anhand ihres Passbildes. Die Schweizer Ermittlungsbehörden revolutionieren die Leichenschau. In Zürich erfasst ein "Computertomogramm" jedes noch so kleine Detail von Opfern eines Mordes oder Verkehrsunfalls. Das Ziel: jede Verletzung und jede Auffälligkeit wird für die Ewigkeit festgehalten und kann auch in einem späteren Prozess genau nachvollzogen werden. Passt die Verletzung zur vermuteten Tatwaffe? Stimmen die Aussagen des Autofahrers nach einem tödlichen Unfall? Das Verfahren, "Virtopsy" genannt, kann dazu beitragen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.