Die dunkle Seite des deutschen Rap | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 23.04.2018
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Nahaufnahme

Die dunkle Seite des deutschen Rap

Die Echo-Vergabe an zwei deutsche Rapper ist wegen vermeintlich antisemitischer Texte ein Skandal: Kollegah und Farid Bang. Über ethische und künstlerische Grenzen wird seitdem nicht nur in der Musikindustrie heiß diskutiert. Wer sind die Akteure?

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HipHop ist die größte Jugendkultur Deutschlands. Rapper machen Millionen-Umsätze mit ihrer Musik, sind sehr erfolgreich in den Streamingdiensten und bei YouTube. Nicht selten haben ihre Videos über 10 Millionen Klicks. Doch es gibt eine dunkle Seite: Selbst bekannte Rapper kokettieren mit antisemitischen Klischees. "Es ist ein einfaches Spiel die härtesten Textzeilen zu rappen, Antisemitisches zu rappen und sich nachher immer darauf zu berufen, dass das nur eine Kunstform sei", so Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinde in Hessen. Über Antisemitismus im deutschen Rap wird nicht nur in der Musikszene heftig debattiert. Wie beeinflussen die Texte Jugendliche? In Offenbach sagt ein Schüler: "Jude ist hier ein gängiges Schimpfwort. Das habe ich in der Grundschule schon so gehört. Das heißt so, wenn man geizig ist." Auch andere Schüler finden Sätze wie "Alta, du Jude" nicht schlimm. Das sei Teil ihrer Jugend, sei nicht böse gemeint und gehöre einfach zu der Musik, die sie hören. Jugendliche laden Songs umstrittener deutscher Rapper zigtausend Fach aufs Handy. Ist das der neue Soundtrack auf deutschen Schulhöfen?